Aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe! ...
J.W.Goethe
"Ich lieb dich so sehr" - Die Geschichte von einer Glücksprinzessin und einem Prinzen Eine emotionale, etwas traurige Geschichte, die direkt aus dem Leben entnommen sein könnte
Ich lieb dich so sehr
Es war einmal eine Glücksprinzessin. Sie war meistens ziemlich glücklich. Doch diese Geschichte handelt von einer Episode ihres Lebens, in der sie sich vorübergehend noch weitaus glücklicher fühlte als sonst...
Unsere Glücksprinzessin lebte in einem Land am Fuß der Berge.
Dort war sie aufgewachsen im Königreich ihrer Eltern.
Sie hatte gesundheitlich schwere Zeiten erlebt, doch sie konnte sich dank ihrer Weisheit und Lernfreudigkeit davon befreien und stand mittlerweile voll in der Blüte Ihrer Kraft.
Durch gelegentliche Besuche und Briefkontakte kannte sie seit langem einen schönen und sehr lieben Prinzen, der ihr mit der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen war.
Die beiden mochten sich, das wussten sie. Sie fühlten sich auf eine sehr besondere Art seelenverwandt miteinander.
Manchmal träumten sie voneinander.
Man kann vielleicht sogar sagen sie liebten sich sehr.
Jedoch lebten sie in zwei sehr weit auseinandergelegenen Königreichen.
So kam es, dass sich die Glücksprinzessin und der schöne junge Prinz nur ein oder zweimal im Jahr treffen konnten.
Insgeheim wussten sie, dass sie sich auf besondere Weise lieben, aber sie sprachen selten darüber,
denn sie wollten sich nicht mehr als nötig gegenseitig Liebeskummer zufügen.
Sie verlebten, jeder in seinem Reich ihre Tage beide recht gut und zufrieden, jedoch nicht immer ganz bis ins letzte himmlisch glücklich, denn es fehlte noch etwas...
Eine gemeinsame Reise
Als es mal wieder soweit war, dass sie die große Entfernung zwischen ihnen kaum noch aushielten, beschlossen sie, alles in Bewegung zu setzen und zusammen eine Reise ans Meer zu machen, um dort eine glückliche Zeit gemeinsam zu verleben. Gesagt getan. Sie fanden einen günstigen Zeitpunkt dafür und machten sich voller Eifer und Vorfreude an ihre Reisevorbereitungen.
Endlich war es soweit, der Tag der Abreise und der ersten Zusammenkunft nach langer Zeit war gekommen.
An einem brieflich vereinbarten Ort trafen sie sich und setzten Ihre Reise ans Meer gemeinsam fort.
Von Beginn an verstanden sie sich sehr gut und hatten eine unbeschreiblich schöne Zeit zusammen.
Der liebe Prinz war ganz außer sich vor Glück und fühlte sich, sowie er sich der Gunst der Glücksprinzessin gewahr wurde, wie um einige Zentimeter gewachsen.
Unserer lieben Glücksprinzessin ging's dabei auch nicht gerade schlecht. Sie liebte es, globt zu werden und geschätzt für ihre Schönheit und Weisheit und das tat der junge Prinz reichlich.
Des Prinzens Gedanken verweilten fast ständig überaus liebevoll bei der Glücksprinzessin.
Ihr erging es ähnlich. Sie öffneten sich für ihre Gefühle und es wurde immer deutlicher, wie sehr sie sich liebten.
Sie sonnten sich oft, stundenlang am Meer sitzend und genießend zusammen.
Der Prinz kühlte sich gerne im Meer nach Fischen tauchend ab, denn er war ein hervorragender Schwimmer und Taucher und das Wasser war sein Element. Sie machten Spiele zusammmen.
und konnten sich generell sehr gut gemeinsam beschäfigen, obwohl sie beide von ihrer Natur her ziemlich eigenständige Individuen waren.
"Ich lieb dich so sehr"
Sie küssten sich ein ums andere Mal leidenschaftlich.
Die gegenseitige Anziehung war zum Greifen stark.
Nachts gingen sie oft raus, um zusammen den Sternenhimmel zu geniessen.
So erlebten sie viele wunderbare romantische Stunden zu zweit.
Natürlich hatten sie sich auch sehr viel zu erzählen.
Die Glücksprinzessin wusste oft so viel zu berichten und sie hatte soviele gute Anregungen für den Prinzen, dass er oft nur erstaunt zuhören konnte und glücklich lächelte dabei.
Sie massierten sich gegenseitig und machten zum Spaß Ringkämpfe.
Sie gingen zusammen Tanzen wie es sich für ein echtes Prinzenpaar gehört
und träumten von der ewigen Liebe und Jugend.
Sie liebkosten sich und umarmten sich sehr viel, denn sie wussten, es musste mal wieder für eine gewisse Zeit lang auf Vorrat liebkost werden.
Geht sowas überhaupt, auf Vorrat Liebkosen? Kann man "Liebkosungsenergie" speichern?
Ein ungewollt giftiger Vorfall
Sie genossen zusammen die köstlichsten Speisen die man sich vorstellen kann.
Begeistert und manchmal etwas kindlich naiv wie der Prinz von seinem Wesen her war, brachte er ihr oft voller Stolz die exotischsten Pflanzen, die er auf seinen Streifzügen in der Umgebung ihres Platzes am Meer fand.
Sie war eine ganz besondere Feinschmeckerin, das wusste er und sie liebte es sehr, allerlei gute Pflanzen und Früchte zu probieren, die sie mit (Sc)Ke(a)nnerblick fand und über deren Wirkung sie detailliert Bescheid wusste wie kaum sonst jemand.
Doch da geschah es. Als der Prinz mal wieder stolz eine dieser Pflanzen herbeigebracht hatte, kostete sie sogleich erwartungsfroh -
jedoch ihr ward rasch ganz anders zumute. Ihr Gesicht verzerrte sich zu einem.... hm sagen wir "Abscheu" ist nicht das richtige Wort, ja, vielmehr Ekel oder blankes Entsetzen.
Er schaute darauf hin etwas geschockt, verlegen und schuldig drein.
Doch dann musste sie aufeinmal unheimlich grinsen und laut loslachen, denn sie erkannte wohl, dass der Prinz sie in bester Absicht versorgt hatte und ihr war klar geworden, dass es sich um eine Art Lachkraut handelte was er ihr gebracht hatte.
Sie lachten zusammen, wie so oft in dieser für sie besonders intensiv erlebten Zeit...
Der Prinz wusste nicht darüber Bescheid, was das für eine Pflanze war und gelobte dazuzulernen.
Wehe wehe wenn ich auf das Ende sehe
Doch eines nicht allzufernen Tages war der Urlaub dann doch vorbei.
Oh jeh, wie war der Abschied schwer.
Der gute Prinz verlor völlig die Fassung und fing bitterlich an zu weinen.
Die Prinzessein, die man sonst nur stark und souverän sah, schaffte es nur noch mit Mühe, ihre Fassung zu behalten.
Sie fühlte und es war ihr anzusehen "ich lieb dich so sehr" und er dachte unter Tränen "ich lieb dich auch so sehr!"
Aber es war endgültig Zeit, Abschied zu nehmen
Denn die heimatlichen Pflichten ihrer Königreiche riefen sie unweigerlich. Und so zogen sie traurig auseinander, ein jeder in sein Reich, wohl wissend, dass die Welt zwar im Prinzip vollkommen in Ordnung aber dass trotzdem nicht immer alles gleichzeitig so ist, wie man es sich wünscht.
Was nun?
Hmmm, wie diese Geschichte wohl weiter geht? Was meinst du lieber Leser?
Wie wäre es schön, wie sollte sie denn möglichst glücklich weitergehen?
Oder bist du einer von der Sorte, die traurige Geschichten bevorzugen?
Was ist alles möglich für unsere Glücksprinzessin und ihren Prinzen?
Können wir den beiden eine gemeinsame Zukunft geben?
Oder müssen sie es am Ende von sich aus alleine entscheiden, wie und wo sie leben, jeden Tag und jedes Jahr immer wieder aufs Neue? So wie wir selbst auch?
Können wir ihnen von hier aus etwas zurufen, ihnen etwas raten?
Denk dir den schönstmöglichen Ausgang der Geschichte aus, wenn du Lust hast! Fühle dich glücklich damit und fühle dich auch bei jeder anderen Gelegenheit
so glücklich und dankbar wie es nur geht! Was besseres kannst du kaum tun, sowohl für dich, als auch für die Welt.
Tobias Abend
Redaktion Lernen Fühlen Verstehen
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