Tobias schrieb 02.02.2015 8:00

Hallo Anita,

viel zu beten und sich im Handeln sehr stark zurücknehmen scheint mir in so einem Fall das beste Mittel zu sein.

Meine Frau und ich („Spätbekehrte“) stellen bei uns in der Gemeinde fest, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (vor allem die Kinder Gläubiger Eltern) extrem angefochten und weggezogen von der Welt sind.

Man weiß in den meisten Fällen nicht so genau, was in den erwachsen Werdenden vorgeht. Manchmal vertrauen sie sich erwachsenen Vertrauenspersonen an, jedoch sind es selten die eigenen Eltern, wo sie Rat suchen. Viele halten sich bedeckt und sie äußern sich nicht darüber, was in ihnen vorgeht. Etliche sind hin und her gerissen zwischen der Welt der unzähligen Verführungen Versuchungen und Zerstreuungen und der Gemeinde. Es ist ein kritisches Alter, wo vielleicht gute Saat gelegt wurde aber noch nichts entschieden ist. Wer kann da besseren Einfluss nehmen als Gott allein?

Daher beten wir oft um unsere Jugend. Ich bete täglich für meine Kinder. Meine große Tochter wird bald 18 und ist nach dem Abi nun zum ersten Mal alleine im Ausland. Sie geht nun ihren Lebensweg fast ganz eigenständig und wir sehen ihr aus der Ferne zu, halten natürlich freundschaftlichen Kontakt (mit Vorsicht, nicht zu viel) und beten vor allem. Der Herr kann uns Weisheit schenken im Umgang mit unseren Kindern.

Für uns Eltern meine ich: gerade die eigenen Kinder, wo es uns schwer fällt sollten frei und selbstständig gelassen werden. Sie wollen das Leben selbst entdecken und ringen (ggf.) um eigenständigen Glauben. Sie wollen (zunächst) gerade nicht so glauben wie die Eltern und nicht so leben wie sie. Oft kommen sie erst viele Jahre später darauf, dass vieles, was die Eltern gemacht haben gut war und leben dann mit der Zeit ähnlich wie die Eltern.

Sehr oft erlebe ich, dass Eltern (mit den besten Absichten) viel zu sehr Einfluss nehmen auf ihre erwachsen werdenden Kinder und es ihnen damit, ohne es zu wollen schwerer machen als nötig.

Lasst uns Eltern voll auf den Herrn vertrauen und täglich für unsere Kinder beten!
Auch dass sie in guten Umgang kommen mit geistlich klar im Herrn stehenden Leuten.

Herzliche Grüße
Gelobt sei der wunderbare, allmächtige Herr Jesus Christus

Tobias

Anita schrieb 01.08.2015 - 11:11

Meine Tochter( jetzt 18J) leidet seit fast einem Jahr an Liebeskummer. Sie hat Schlafstörungen, Herzprobleme, schwankt zwischen pummelig und dünn, geht nicht mehr in die Gemeinde, hat sich völlig verändert. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Ich bin ängstlich und verunsichert. Ich bete für sie. Natürlich hatte ich auch schon schlimmen
Liebeskummer. Aber so ein Ausmaß erschreckt mich.

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