Tobias schrieb 07.02.2017 - 20:08

Hallo Maja,

wir sollen unseren nächsten lieben, wie uns selbst.

Das bedeutet, dass wir Menschen sowieso dazu neigen, uns selbst zu lieben oder in den den Mittelpunkt unseres Denkens zu stellen. Das kann man schon an kleinen Kindern beobachten und auch an Erwachsenen und an uns selbst.

Es handelt sich nicht um eine Aufforderung zur Selbstliebe, sondern Jesus sagt, wir sollen der Nächstenliebe wenigstens soviel Raum geben wie der Selbstliebe, die wir sowieso für uns haben.

Wenn du das gesamte neue Testament öfter durchliest wird klar, dass Christen nicht zur Selbstliebe aufgerufen werden, sondern statt dessen eher zur Selbstverleugnung (des eigenen Fleisches, "geistlich" leben statt "fleischlich").

Viele Grüße

Tobias

Maja schrieb 07.02.2017 - 17:21

Danke für den Beitrag, aber was ich immer noch nicht verstehe: in Lukas 10,27 steht: liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Das bedeutet doch, das wir uns selbst lieben sollen oder?

Tobias schrieb 20.03.2015 - 6:57

Hallo Elke,

bitte den Herrn Jesus um alles, was dir auf dem Herzen liegt. Gib ihm alles ab, was dich beschwert. Vertraue, dass der Herr das von dir Gebetene hört. Vertraue ihm vollkommen in allem, auch im Leid. Bitte den Herrn um Erkenntnis, wozu das Leid nötig sein könnte, was du draus lernen kannst.

Der Apostel Paulus musste einen Pfahl im Fleisch mit sich herum tragen, ein ständiges Leid. Er bat Gott, dass er es von ihm wegnehmen möge aber Gott erhörte diese Gebet nicht. Er hörte es, aber er erhörte es nicht. So musste Paulus schmerzlich erkennen, dass sein Leid zu einem guten Zweck diente, zu seiner Demütigung, damit Paulus aufgrund seines herausragenden Dienstes für den Herrn nicht auf die Idee kommen konnte, hochmütig und stolz zu werden.

Er, der Herr Jesus (Gott) ist der allmächtige und allwissende Herr. Wir sind schwach und klein und blind ohne seine Hilfe und Führung. Darum müssen wir uns vollkommen in seine Hände begeben, alles andere ist, vernünftig zu Ende gedacht, unsinnig.

Ungeduld ist eine Eigenschaft, ein Indiz dafür dass wir in dem Moment nicht im Geist Gottes leben, sondern in unserem eigenen Fleisch (eigener Wille). Die Frucht des Geistes, der in den Gläubigen wohnt ist nicht Ungeduld, sondern Freude, Liebe, Sanftmut etc... Z.B. Gal. 5,22

Wenn Gebete nicht erhört werden, kann das verschiedenste Gründe haben. Bitte beziehe diese Beispiele nicht unbedingt auf dich, denn es kann gut sein, dass sie nicht auf dich zutreffen!

Einige Beispiele:

- Es wird so gebetet, wie es dem Wort Gottes widerspricht, man hält sich nicht im Vertrauen an die Verheißungen in Gottes Wort (Gott wird aber niemals so handeln wie es seinem geschriebenen Wort widerspricht)

- Es ist der Wunsch und Wille des Menschen, um den gebetet wird, nicht Gottes Wille. Der Mensch sieht seine eigene Lösung und meint, Gott müsste sie genau so erfüllen wie er die Lösung sieht. Gott hat aber nicht selten sehr viel umfassendere, für uns zunächst nicht nachvollziehbare Pläne (unendlich viel bessere als unsere). So sehen wir manchmal erst Jahre später, warum ein Gebet nicht erhört wurde und warum das insgesamt gesehen das allerbeste war.

- es wird in einer eigenmächtigen Haltung gebetet, nicht aus der Liebe von Gottes Geist geführt (Entfernung von Gott). Dann muss uns Gott erziehen und uns demütigen damit wir nicht unser eigenes Leben leben, sondern unser eigenes Leben aufgeben (was die Nachfolge Jesu bedeutet) und allein aus Gottes Geist leben.

Tobias








Elke schrieb 19.03.2015 - 21:26

HALLO,

jetzt habe ich es erst verstanden, wie es funktioniert. Also, ich finde mich total wieder, auch ich bin der Büchermensch, der immer Lösungen suchte.

Jetzt ist es aber so, ich denke die Selbstliebe oder Nichtannahme von Negativem, Gleichgewichtsprobleme in der Öffentlichkeit (neurologisch) ist bei mir. Ich habe Gott es abgegeben. Aber nichts ist passiert. Geduld? Mache ich was falsch? Ich bete auch nicht direkt darum, weil ich es Gott überlassen will, was er macht. Ich quäle mich sehr und wünsche mir so sehr, dass sich was ändert. Ich bin schon seit ca. 10 Jahren gläubig.

Gast schrieb 11.01.2015 - 13:23

Das ist total Klasse beschrieben.
Keine Therapie der Welt kann Gottes Geist ersetzen.

Tobias schrieb 12.11.2014 - 15:45

Hallo Ayse,ich freue mich über deine sehr weitreichenden und sehr wichtigen Fragen!

Ich will hier kurz darauf eingehen. Ausführlich können wir uns dann mit E-Mails austauschen oder per Telefon ok?

<<Wie ist das mit der Taufe>>

Wir müssen von der Bibel her unterscheiden zwischen der Glaubenstaufe durch Untertauchen des ganzen Körpers im Wasser und der Art von Taufe wie sie von großen Kirchenreligionen praktiziert wird.

Die echte, biblische Taufe führt ein Gläubiger bewusst durch (er lässt sich taufen), wenn er an Jesus glaubt, wenn er den Herrn Jesus Christus als seinen Herrn und Retter erkannt und angenommen hat. Beispiele für die Glaubenstaufe, die von einem Menschen, der alt genug ist, aus eigener Entscheidung durchgeführt wird, gibt es in der Bibel viele, vorallem in der Apostelgeschichte. Dort ließen sich die Gläubigen jeweils taufen sobald sie zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gekommen waren.

Keine Unterstützung gibt es in der Bibel für die in Europa von den bekannten Religionen praktizierte Säuglings-Taufe, wo sehr kleine Kinder, ohne dass sie eine bewusste Entscheidung für oder gegen Jesus treffen können, in eine Kirchenorganisation hinein getauft werden. Man sagt solchen dann, dass sie durch die Säuglingstaufe dem Leib Christi (den aus Glaube Geretteten Menschen) angehören. Diese Lehre widerspricht jedoch völlig den Aussagen und dem Sinn des Wortes Gottes (Bibel).

<<was mich sehr interessiert ist der heilige Geist und wie wird man von neuem geboren.>>

Ein Mensch, der sich zu Jesus Christus bekehrt, weil er seine Sündernatur erkannt hat, weil er Jesus als Gott und Retter erkennt, weil er erkannt hat, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist, der empfängt ab dem Moment der Bekehrung den heiligen Geist.

Wir haben hier ein Beispiel beschrieben, wie so eine Bekehrung (äußert sich oft in einem Bekehrungsgebet) aussehen kann:

http://www.lernen-fuehlen-verstehen.de/heiliger_geist.html

Eine Bekehrung zu Jesus findet vorallem im Herzen des gläubig werdenden Menschen statt. Dass sie geschehen kann, setzt zunächst die Erkenntnis der eigenen Sünden voraus, dann auch die Erkenntnis Jesu Christi als Retter und Herr (Gott, Mensch geworden). Wenn das gegeben ist, dann kann die Kontaktaufnahme (Bekehrung, Lebensübergabe) von Herzen zu Jesus erfolgen. Darauf folgt ein Leben in permanenter Beziehung mit Jesus (Gott).

Mit der Bekehrung verbunden ist die "Neugeburt", die von Gott all jenen geschenkt wird, die Jesus als Ihren Retter, Herrn und Erlöser annehmen (die sich bekehrt haben). Ein Neugeborener weiß, dass er gerettet ist und mit der Neugeburt ändert sich sehr vieles, ja fast alles im Leben eines Menschen. Z.B. fängt so ein Mensch recht bald an, allen möglichen Leuten, die er trifft von Jesus zu erzählen...

<<Ich bete zur Jesus, ich glaube auch das er Gottes Sohn ist.>>

Wunderbar, so bist du, wie es mir scheint der Wahrheit auf der Spur und ich freue mich riesig darüber!

<<Was mich auch interessiert, Jesus sagt, dass der Vater größer ist als er.>>

Das lässt sich so erklären, dass Jesus, wie uns die Bibel lehrt, Gott ist, allmächtiger Herr und Schöpfer der Erde. Jedoch ist Jesus damals, als er auf der Erde 33 lebte ganz Mensch geworden und er wählte damals freiwillig den Tod eines Menschen. In seiner Form als Mensch, im sterblichen Körper, war Jesus kleiner als Gott (Vater). D.h. in seiner Form als Mensch war er (Jesus, Gott) damals rein leiblich gesehen schwach wie ein Mensch d.h. er hat eine Zeit lang seine göttliche Natur zurückgelassen, um für die Sünden der Menschen zu sterben. Für eine kurze Zeit als die ganze Sünde auf ihn geworfen war, am Kreuz hängend ertrug er sogar die völlige Abtrennung von Gott dem Vater. All das tat er aus Liebe zu uns. Welch unfassbar große Liebe muss Gott für uns haben, dass er seinen Sohn für uns hingab (dass er sich damit auch selbst hingab), um uns Sünder aus der ewigen Verlorenheit heraus zu erkaufen?

Herzliche Grüße

Tobias

ayse öz schrieb 12.11.2014 - 11:47

Wie ist das mit der Taufe, was mich sehr interessiert ist der heilige Geist und wie wird man von neuem geboren. Ich bete zu Jesus, ich glaube auch, dass er Gottes Sohn ist. Was mich auch interessiert, Jesus sagt, dass der Vater größer ist als er.

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