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Schulstress

Was können Schüler und Eltern tun, damit der Schulstress nicht überhand nimmt?

Lieber Leser,

der folgende Artikel wendet sich in erster Linie an Eltern.
Er setzt sich mit dem Thema Schulstress auseinander und gibt Anregungen, was Sie vorbeugend gegen Schulstress tun können.

Lesen Sie dazu auch das Interview das im Rahmen einer DAK Studie zu Alkohol, Schule und Schulstress mit der Redaktion www.l-f-v.de durchgeführt wurde.

Laut einer Forsa Studie vom Dezember 2005, die an 1838 Befragten durchgeführt wurde, äußern 45% davon, dass Schüler ihrer Meinung nach in eher hohem bis sehr hohem Maß gesundheitschädigendem Stress durch die Schule ausgesetzt sind. Dieser äußere sich bei den Kindern in den meisten Fällen in Form von Unkonzentriertheit, Nervosität oder Überdreht sein. Diese Symptome bedingen demnach nicht selten Schulprobleme und Einbrüche bei den schulischen Leistungen.

Klar ist, dass Stress, der über eine gewisse Schwelle hinaus geht und regelmäßig auftritt für alle Betroffenen nachteilig, in vielen Fällen sogar gesundheitsschädigend ist.

Was löst den Schulstress aus?

Es spielen hier mehrere Faktoren eine Rolle:

Einige Beispiele:

- gesellschaftlicher Druck auf die Familien.

- Dreiklassen- Schulsystem in Deutschland, das jedes Jahr aufs neue für kleine Dramen in vielen Familien sorgt.

- wachsender finanzieller Druck auf sehr viele Familien. Die Lebenshaltungskosten steigen kontinuierlich. Familien werden davon überproportional hart getroffen. Finanziellen Ausgleich dafür gibt es kaum nennenswert. Die durchschnittlichen Löhne stagnieren.

- Kosteneinsparungen im Bildungssektor. Bildung als Investition in die Zukunft verspricht keine schnellen Gewinne.

Typische Folgen davon:

Unterrichtsausfälle, zu große Klassen und überforderte Lehrkräfte

- selbstgemachter Stress durch unrealistische Erwartungen

Strategien zur Vorbeugung von Schulstress

Die Strategien setzen an den Punkten der obigen Beispiele an, die aus eigener Kraft unabhängig von Staat und Politik veränderbar sind.

Für alle Strategien gilt: Vorbild sein und Vorleben ist ideal. Vorleben ist wirkungsvoll, reden bringt meistens nichts. Eher noch einfühlsam Fragen stellen.

Ratschläge geben ist nur sinnvoll im Sinne von einfühlsamer Information, bei der sich ihr Kind ernstgenommen fühlt.

Bedenken sie also bei allen Tips: Eltern sollten zuerst selbst danach trachten, die Ideen für sich zu realisieren. Gelingt das, wird ihr Kind mit großer Wahrscheinlichkeit eine glückliche und erfolgreiche Schulzeit erleben.

Strategie 1: Wahl des Schultyps gut überlegen

Nicht in allen Fällen fällt die Wahl leicht. Bedenken sie die Wahl des Schultyps (z. B Hauptschule, Realschule oder Gymnasium) sehr sorgfältig. Holen Sie mehrere Meinungen ein, bevor Sie sich für einen Schultyp entscheiden.

Die Entscheidung für eine Schule oder einen Schultyp wird objektiver, wenn viele Meinungen (Ihr Kind, Sie selbst, Lehrer, andere Bezugspersonen berücksichtigt werden). Sie kennen ihr Kind jedoch am besten und können gemeinsam mit Ihrem Kind eine gute Entscheidung treffen.

Ideal ist der Schultyp, wenn sich ihr Kind wohlfühlt und durchschnittliche bis gute oder sehr gute Resultate erzielt. Die überwiegenden Gefühle in Bezug auf die Schule sind ein guter Gradmesser für die Einschätzung des richtigen Schultyps.

Seien Sie achtsam und flexibel und lassen sie Ihr Kind bei Bedarf wechseln, wenn der Schultyp noch nicht passt.

Strategie 2: Schüler nicht unter Druck setzen, sondern mit liebevoller Förderung motivieren

Alle Eltern meinen es gut mit ihren Kindern und wollen das allerbeste für sie. Manche greifen dabei allerdings zu Druckmitteln, um ihre Kinder zu besseren schulischen Leistungen zu bewegen. Mit dieser Methode werden zwar immer wieder kurzfristige Erfolge erzielt. Langfristig schadet es dem Kind.

Dazu kommt, dass Kinder (Menschen), die aufgrund von äußerem Druck lernen oft weniger Selbstbewußtsein und Eigenständigkeit entwickeln.

Ein weiterer Nachteil der Druck- Methode ist, dass Kinder ganz natürlichen Widerstand aufbauen gegen Druck, der von außen kommt.

So geht Energie für das eigentliche Ziel, nämlich eine gute, erfolgreiche und glückliche Schulzeit verloren.

Peitschen Sie im (übertragenen Sinne) die Kuh (ihre Kinder) daher nicht in den Stall, sondern seien sie liebevoll mit ihnen. Gewinnen und erhalten Sie großes Vertrauen und eine Wohlwollende Atmosphäre.

Leichter gesagt als getan?

Wie schafft man eine vertrauenvolle Atmosphäre?

Eine vertrauensvolle Atmosphäre bleibt erhalten, indem Eltern...

...darauf achten selbst ausgeglichen zu sein und gut für Ihr eigenes Befinden sorgen.

Das klingt selbstverständlich. Für viele Erwachsene im Alltagsleben ist das leider jedoch nicht so ohne weiteres realisierbar. Es geht trotzdem kein Weg dran vorbei.

...das selbst Vorleben, was Sie sich von ihrem Kind wünschen.

Strategie 3: Ein gutes Schulzeit- Management

Die wesentlichen Vorteile eines Schulzeitmanagements sind:

- bessere Konzentration durch Ordnung und Systematik in den Papieren und im Kopf
- bessere Motivation durch Klarheit über Standpunkt, Ziele eines Schülers.

Wir sind im Begriff, unsere Erfahrung zum Thema Schulzeitmanagement in ein Skript zur Veröffentlichung zusammenzufassen.

Strategie 4: Für Ausgleich sorgen, darauf achten, was in der Freizeit gemacht wird.

Im Hinblick auf Stresslinderung sind z. B.:

  • Bewegung, frische Luft
  • Sport/ Ausdauersport
  • Spiel und Spaß
  • Anregungen die die Kreativität und Neugierde wecken (Beispiel: Themen-Parks)
  • Familien-Rituale
regelmäßige gemeinsame Aktivitäten in der Familie.

Strategie 5: Gesunde, energiebringende Ernährung

Informieren Sie sich so intensiv wie möglich über Ernährung. Faustformel: je frischer und weniger künstlich (verarbeitet, gemischt...) desto besser ist die Ernährung für den Körper.

Auch hier gilt: selber tun und Vorbild sein ist in Bezug auf ihr Kind das einzig wirksame.

Strategie 6: den eigenen Stress klein halten

Sind Sie als Eltern selbst ausgeglichen und meist Herr ihrer Lebenstage? Wenn ja, haben sie beste Voraussetzungen dafür, dass auch ihr Kind ausgeglichen ist.

Falls Sie selbst öfter mal in Stress geraten, sollten sie zunächst alles in Ihrer Kraft stehende tun, dass Sie entspannt und stressfrei Leben können.

Egal wo Sie gerade sind, nehmen Sie sich gleich ein Paar Minuten Zeit für sich. Lehnen Sie sich zurück und nehmen Sie ganz bewußt 5 tiefe Atemzüge. Lassen Sie alle Muskeln nacheinander bewußt los. Merken Sie wie gut ihnen das tut?

Die Redaktion Lernen-Fühlen-Verstehen wünscht Ihnen ein stressfreies Elternsein und ganz besonders Ihren lieben Kindern eine Schulstress -freie Zeit!

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