ernähren gesund
Was bedeutet es, sich gesund und natürlich zu ernähren?
Teil 2 unseres Interviews, ernähren gesund natürlich
- Auszüge aus Interviews mit Naturforschern über gesund ernähren
- tiefes Verständnis für die Natur des menschlichen Körpers
- Über die Auswirkungen natürlicher, gesunder Ernährung auf den menschlichen Körper
- Überwindung und Umgang mit Problemen bei der Umstellung auf natürliche Ernährung
- wie man unabhängig werden kann vom staatlichen Gesundheitssystem und von Medizin
Fortsetzung von
Teil 1 (ernähren, gesund natürlich)
Redaktion Lernen Fühlen Verstehen (www.l-f-v.de):
Alles naturbelassen zu essen ist schon äußerst ungewöhnlich und mir war bisher noch niemand begegnet, der das macht. Ist das nicht gesellschaftlich gesehen ziemlich schwierig?
Ernährungsforscher:
Ja am Anfang war das schon ein Problem. Aber inzwischen haben sich alle Menschen in meinem Umfeld an meine Forschungen gewöhnt. Viele fragen nicht weiter nach was ich mache und so rede ich oft nur wenig darüber. Ich definiere mich nicht durch das was ich esse, sondern ich denke wir Menschen sind viel viel mehr als wir ahnen. So konzentriere ich mich ganz bewusst hauptsächlich auf die Gemeinsamkeiten, die ich mit meinen Mitmenschen habe. Seit ich das mache, gibts' kaum Probleme.
Die meisten zwischenmenschlichen Probleme lösen sich rasch in Luft auf wenn man sich eine dankbare, verzeihende und glückliche Grundhaltung angewöhnt. Da spielt die Art wie jemand isst dann kaum noch eine Rolle.
L-f-v.de:
Und was machst du, wenn die anderen Leute wie gewohnt auftischen und du dabei sein willst?
Ernährungsforscher:
Dann sitze ich meist einfach mit einem Glas Wasser dabei, freue mich an der Geselligkeit und das fällt kaum jemandem groß auf. Meistens, wenn ich länger außer Haus bin oder wo eingeladen habe ich meine eigenen Lebensmittel dabei.
L-f-v.de:
Was esst ihr dann so das ganze Jahr über?
Ernährungsforscher:
Fast alle Naturforscher essen jeden Tag was Grünes, also Blätter, grüne Gräser und wilde Kräuter, direkt gesammelt aus der Natur. Das zu tun hat sich sehr gut bewährt. Im Winter, wenn draußen fast nichts wächst, behelfen wir uns z.B. mit angekeimtem Getreide. Fast täglich essen wir etwas Gemüse und Obst, vorzugsweise das, was regional hier in der Gegend wächst oder was auf Märkten saisonal verfügbar ist. Manche von uns bauen sich einen Teil ihrer Lebensmittel selbst an. Im Winter essen wir Obst und Gemüse, das wir im Herbst eingelagert haben, solange der Vorrat reicht. Regelmäßig, vor allem im Winter wenn es kalt ist öfter, essen wir Fleisch und Fisch, auch Eier.
Ab und zu bestellen wir uns über das Internet tropische Früchte, die es hier in den meisten Läden nicht zu kaufen gibt, wie z.B. Durian, Jackfrucht, Chempedack u.s.w.
In diesem Bereich gibt es viele erstaunliche Leckereien, die die meisten Menschen in Mitteleuropa noch nie gesehen haben. Viele staunen daher sehr und fragen was ich da habe, wenn ich mit meinen Lebensmitteln aus dem Asienladen (z.B. aus Thailand), die ich mir dort manchmal bestelle heraus komme.
Wenn ich im Urlaub am Meer bin z.B. in südlichen Ländern, decke ich meinen körperlichen Bedarf an Muscheln und anderen landestypischen Kostbarkeiten, die es hier bei uns nicht gibt.
Mein Wasser hole ich mir von einer Quelle. Andere kaufen sich stilles Wasser. Bei Salzbedarf lutsche ich an Salzsteinen oder verwende natürliches Meersalz aus dem Bioladen. Honig hole ich mir von privaten Imkern, wobei ich darauf achte, dass die Bienen nicht mit Zucker oder anderem gefüttert werden. So erzeugter Honig ist sehr kostbar und m.E. durchaus seinen Preis wert.
Anmerkung der Redaktion: wir haben die natürliche Ernährungspalette, wie sie sich bei Essensforschern in Europa herauskristallisiert hat in unserem Artikel
"Schlank im Schlaf" unter 4.) aufgelistet mit prozentualen Verzehrsmengen.
L-f-v.de:
Geht Euch nicht die Schokolade, Kuchen und andere Leckereien ab?
Ernährungsforscher:
Nein gar nicht. Das ist nur eine Frage der Lebensmittelauswahl.
Ich habe festgestellt, dass es zu jeder künstlich hergestellten Leckerei in der Natur ein Pendant gibt, das meist sogar noch besser schmeckt. Und das Gute daran ist, man kann von Herzen so viel man will davon schlemmen ohne sich gesundheitliche Sorgen machen zu müssen.
Im Fall Schokolade z.B. Haselnüsse, Kakaobohnen, Trinkkokosnüsse, die fast wie Kaba mit Milch schmecken, Honig, Kokosnüsse, Datteln etc...
Seit ich all die natürlichen Lebensmittel kennen gelernt habe hat mich jegliches Bedürfnis nach Schokolade und Kuchen verlassen.
L-f-v.de:
Nach welchen Kriterien wählt Ihr Euer Essen aus?
Ernährungsforscher:
Vor allem schauen und fühlen wir, wonach unser Körper besonders Lust hat. Wir wählen nur noch sehr wenig mit dem Denken, mit dem Verstand aus und haben gute Erfahrung damit gemacht, den Körper die Lebensmittel nach Gelüsten auswählen zu lassen. Das funktioniert erfahrungsgemäß langfristig am besten und führt zu optimaler Gesundheit.
Es gibt also keinerlei Regeln, einfach essen was schmeckt und so viel wie es schmeckt. Was man dabei beachten sollte am Anfang ist, sehr viele verschiedene natürliche Lebensmittel zu Hause zu haben, so dass der Körper die Chance hat das richtige und passende auszuwählen.
Und natürlich klappt das mit der natürlichen Gesundheit nur wenn die Lebensmittel qualitativ wirklich natürlich sind. Diese von nicht-natürlichen unterscheiden zu lernen ist am Anfang dieser Forschungen nicht einfach.
l-f-v.de:
Ist das nicht die volle Einschränkung, wenn man nichts "Normales" mehr essen darf?
Geht einem da nicht das warme Essen ab?
Ernährungsforscher:
Ich betrachte meine Art zu essen als völlig normal und natürlich.
Ich esse genau das was ich will und was meinem Körper gut tut. Ich bin frei, alles zu essen was ich will. Wir machen das alle aus freiem Entschluss und aus eigenem Wunsch heraus. Darf ich das essen?? ist hier also keine Frage, die uns beschäftigt.
Wenn wir nicht die vielen Vorteile der natürlichen Art zu essen täglich an uns erleben würden gegenüber dem, wie wir uns früher ernährt hatten, würden wir das nicht so machen.
Ich empfinde mein Essen als wunderbar reichhaltig, wohlschmeckend und abwechslungsreich. Und es führt zu einer sehr erstaunlichen Art von Gesundheit und gesundheitlicher Unabhängigkeit, wie sie vermutlich auf der Erde nur wenige Menschen kennen.
Ich finde es faszinierend, dass ich nach Herzenslust schlemmen kann und dass im Gegensatz zu früher, als ich gegessen habe wie die meisten der größte Genuss auch mit der größten Gesundheit verbunden ist. Erst jetzt erlebe ich meine natürlichen Körperinstinkte als sinnvoll. Denn sie sind es nur dann, wenn wir möglichst natürliche Bedingungen schaffen.
Durch das natürliche Essen habe ich Lebensmittel aus aller Welt kennen gelernt, die ich vor der Essensumstellung nicht kannte. Die Geschmacksvielfalt und mein Genuss beim Essen haben sehr zugenommen. Meine Geschmackswahrnehmung ist wesentlich sensibler geworden. Um nichts in der Welt würde ich das wieder aufgeben wollen.
L-f-v.de:
Aber warum haben die Menschen dann überhaupt mit dem Kochen, Braten, Backen und sonstigem Verändern von Lebensmitteln begonnen, wenn es so nachteilig ist? Immerhin wird, soweit ich weiß, schon seit vielen tausend Jahren gekocht auf der Erde.
Ernährungsforscher:
Bei dieser Frage kann ich anhand meiner Erfahrungen leider nur Vermutungen anstellen.
Vielleicht sind die Menschen vor einigen tausend Jahren drauf gekommen, dass man Essen ins Feuer halten kann und dass es dann interessant schmeckt. Vielleicht haben die Menschen nach Möglichkeiten gesucht, in Gegenden wie Mitteleuropa, in denen nicht das ganze Jahr was in der Natur wächst, Lebensmittel für den Winter haltbar zu machen. Und dann, so vermute ich, wurde für die meisten Menschen das Verarbeiten und Verändern von Lebensmitteln zur festen Gewohnheit. So wächst heute fast jeder Mensch in diese moderne Welt rein.
Selbst Naturvölker, von denen es nach meinen Forschungen noch wenige gibt, die sich sich rein natürlich ernähren sind so gut wie ausgestorben. Die "zivilisierte Welt" hat sich überall ausgebreitet und sie fast ganz verdrängt.
Ich glaube daher, aufgrund all dieser Veränderungen auf der Erde ist das Gefühl für die Natur des menschlichen Körpers für die meisten Menschen weitgehend verloren gegangen.
Der Weg zurück zur Natur menschlicher Ernährung scheint heutzutage fast unüberwindlich weit.
Aber er ist gangbar, denn einige wenige Menschen haben es geschafft.
L-f-v.de:
Macht ihr euch auch manchmal Salate:
Ernährungsforscher:
Selten. Manchmal habe ich Lust darauf, etwas zu mischen. Ich probiere, bevor ich einen Salat mache die einzelnen Bestandteile des Salates, denn so kann mir mein Körper signalisieren, ob er Bedarf danach hat oder nicht.
L-f-v.de:
Und Tiermilch, Jogurt Käse?
Ernährungsforscher:
Diese Lebensmittel fallen weg, denn wir haben an uns festgestellt, dass sie nicht unserer Körpernatur entsprechen.
Das Trennen von Kälbchen und Mutterkühen in Ställen z.B. ist etwas sehr Unnatürliches.
Muttermilch ist von der Natur her für die Säuglinge der selben Gattung wie die Mutter gedacht.
Das gilt für Tiere genauso wie für uns Menschen. Das haben auch unsere Forschungen immer wieder bestätigt.
Zwar können Menschen die Milch von Tieren abführen, sich daran gewöhnen und auch Genuss daran finden, damit greifen sie jedoch bereits ziemlich stark in den Kreislauf der Natur ein und übertreten ihn.
Als Jugendliche und Erwachsene brauchen wir keine Milch mehr.
Auch sämtliche Tiermilchprodukte sind keine natürlichen Lebensmittel, zumal mehr oder weniger stark verarbeitet und verändert.
L-f-v.de:
Ihr esst auch tierische Lebensmittel wie ich gesehen habe.
Ist das nicht eklig, Fleisch und Fisch roh zu essen? Ist das nicht gefährlich? Ich dachte bisher, dass man diese Sachen auf jeden Fall kochen muss?
Ernährungsforscher:
Das liegt daran, dass Du es bisher nicht anders kennst. Wer mal den Vorteil und die körperliche Wirkung des natürlichen Essens am eigenen Körper erlebt hat, der kann das nachempfinden. Fleisch und Fisch, wenn es in voll natürlicher Qualität vorhanden ist (also von wild lebenden Tieren oder vollkommen natürlich ernährten Tieren) hat mir bisher nie Probleme bereitet und es schmeckt, sofern der Körperbedarf dafür da ist hervorragend. Ist kein Körperbedarf da, so zeigt mir mein Körper das sehr deutlich mit Hilfe von natürlichen, instinktiven Signalen. Mit der Zeit wird so die Intuition geschult, so dass ich immer öfter genau spüre, was mein Körper benötigt, auch dann, wenn das passende Lebensmittel noch nicht zu Hause ist.
L-f-v.de:
Was sind das für natürliche Signale?
Ernährungsforscher:
Natürliche Signale sind die Zeichen, die mein Körper mir gibt, Zeichen ob er ein bestimmtes Lebensmittel benötigt oder nicht. Diese Zeichen sind deutlich und klar zu fühlen wie ein Instinkt. Die meisten Menschen kennen solche Zeichen. "Heute hab ich Lust auf..." "Uff das brennt...". Diese werden bei völlig natürlicher Ernährung allerdings sehr viel deutlicher als wenn man gekochte oder anders verarbeitete Sachen isst. Dadurch, dass wir alles naturbelassen essen, kann der Körper sehr genau signalisieren, was er wovon in welcher Menge genau braucht.
L-f-v.de:
Wie hat sich das natürliche Essen auf Euren Allgemeinzustand ausgewirkt?
Ernährungsforscher:
Sehr positiv. Wir konnten so gut wie alle gesundheitlichen Probleme, die wir früher hatten mit der sehr konsequenten Essensumstellung überwinden. Ich habe jetzt z.B. konstant optimale Blutdruckwerte und Blutwerte. Ich bin sportlich agil und beweglich, wie ich es vor 20 Jahren zuletzt war. Ich kann jetzt z.B. Bergläufe ohne Training in einem Tempo machen für das ich früher hätte 4 Wochen trainieren müssen.
Ich kann wieder nach Herzenslust und ohne Sonnenschutzmittel in die Sonne gehen, ohne dass ich rasch einen Sonnenbrand bekomme.
Manche von uns konnten hartnäckige Allergien überwinden. Andere gravierende Rücken- und Skelettprobleme. Bei manchen verschwanden mit der Zeit alle möglichen Krämpfe und Epilpsie. Hautausschläge, Pickel- und Warzenbildung sind bei optimaler Lebensmittelqualität kein Thema mehr, sie bleiben nach ca. einem Jahr natürlichem Essen erfahrungsgemäß fast ganz aus. Die Liste der Erfolge so einer Umstellung ist lang und beeindruckend. Diese Art des Speisens hilft sehr, jede Art von körperlichem Leiden sehr stark positiv zu verändern bzw. es i.d.R. nach einiger Zeit ganz zu lösen.
Auf den Charakter wirkt die Umstellung erfahrungsgemäß langfristig beruhigend und ausgleichend. Während der Phase der Umstellung auf natürliches Essen waren viele von uns leichter reizbar aber das legt sich wieder.
l-f-v.de:
Was würdet ihr Leuten, die Interesse an natürlicher Ernährung haben und damit experimentieren wollen raten. Wie sollen sie anfangen?
Ernährungsforscher:
Es entschlossen ausprobieren. Viele Leute fragen, die es geschafft haben, sie dabei genau ansehen wie es ihnen geht, denn so sieht man, ob sie es richtig umsetzen konnten.
Am besten, man fängt erst mal mit einigen Tagen Selbstforschung an und lernt dann aus diesen Erfahrungen immer weiter dazu. Es gibt keine generellen Regeln, die Körperbedürfnisse jedes einzelnen sind
der Maßstab für das was richtig ist. Der Verstand ist dann lediglich noch dafür da voll naturbelassene Lebensmittel zu finden.
Ich habe z.B. damit angefangen, dass ich mein früher warmes Mittagessen durch Salate ersetzt hatte. Nach und nach habe ich dann verschiedene Lebensmittel durch ihr natürliches Pendant ersetzt. Bsp. Milch, Käse, Jogurt durch Kokosnüssen, Fleisch, Fisch Eier... Das gab mir so viel positive Erkenntnisse, dass ich die Forschungen mit den Jahren immer weiter ausgebaut habe.
Sehr wichtig ist, soll die Umstellung gelingen, dafür sorgen, dass viele verschiedene natürliche Lebensmittel zur Auswahl zu Hause sind. Was auch sehr hilft, ist viele Erfahrungsberichte von anderen Forschern zu lesen, so dass häufige und typische Fehler von vorne herein vermieden werden können.
Weiter zu Teil 3 des Interviews Ernähren, gesund und natürlich:
lecker und gesund essen
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Lesetipps:
So klappt die Selbstversorgung mit einem
Permakultur-Garten
Liebe, gesund und natürlich:
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Umsetzungstipps für die Anforderungen an die Männerwelt
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Alles andere als gesund und natürlich:
So hat die Liebe keine Chance
Wie Rauchen aufhören?
Geduld und Systematik: Der Schlüssel zur Überwindung von Sucht
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