Erfahrungen mit Computerspielsucht

Erfahrungen mit ComputerspielsuchtEigene Erfahrungen mit der Computerspielsucht
Erfahrungen mit ComputerspielsuchtWie ich kostbare Lebenszeit am Computer verspielt habe
Erfahrungen mit ComputerspielsuchtWie die Computerspielsucht für jeden Menschen möglich wurde
Erfahrungen mit ComputerspielsuchtWie ich der Computerspielsucht ein Ende setzte

Erfahrungsbericht zu meiner Computerspielsucht

Meine eigenen Erfahrungen mit Computerspielsucht und Beobachtungen der Menschen, fast täglich, bestätigen, dass viele Leute der Computer- und Handyspielsucht verfallen sind.

Als Jugendlicher und junger Erwachsener zogen mich die (damals in Europa neu aufgekommenen) Computerspielautomaten, die in der Stadt aufgestellt worden waren magisch an.

Ein Schulfreund hatte mich darauf hingewiesen. So machten wir oft auf dem Heimweg nach der Schule einen Umweg durch die Innenstadt, um bei den Spielautomaten vorbei zu gehen und dort ein paar Computerspiele zu spielen. Manchmal spielten wir uns die Finger wund dabei. Es entwickelte sich in der Folge noch keine Sucht, da das Gerät nicht ständig in Reichweite war. Aber die Begierde nach dem Spiel war schon damals ganz enorm.

Die Computerspielindustrie gewann so rasch an Einfluss und Ausbreitung, dass es dem Staat und vielen Menschen unmöglich wurde, sich dagegen zu wehren. Unser Land wurde förmlich überflutet von der digitalen Flimmerwelt und das ist bis heute so geblieben und sogar noch viel schlimmer geworden.

Mobile Computerspielgeräte begünstigen die Sucht

Es scheint mir, als ob die Computerspielindustrie es förmlich darauf anlegte, so viele Menschen, wie möglich mit immer neuen Computerspielen in ihren Bann zu ziehen. Vordergründig geht es dabei sicherlich zunächst mal um sehr viel Geld. Aber es gibt auch mächtige geistliche Hintergründe, die dafür ausschlaggebend sind.

So wurden die Computerspielgeräte immer kleiner, mobiler und billiger und für jeden verfügbar. Bald konnte sich fast jeder Schüler irgend ein Computerspiel in Kleinformat leisten. Heute hat bald so gut wie jeder ein mobiles internetfähiges Handy, das die Computer- und Handyspielsucht auslösen kann.

In den Jahren bis zum Erwachsenwerden kam ich weiterhin und immer noch mehr in Versuchung, am Computer zu spielen. Es kamen verbesserte elektronische Kleingeräte (Vorstufe zum späteren Gameboy) heraus, mit damals noch relativ primitiven Spielen (im Vergleich zu heute). Auch erfreuten sich seither die Schachcomputer großer Beliebtheit und auch damit verbrachte ich viel Zeit.

Computerspiele reizen einen spielerisch veranlagten und damit potenziell suchtgefährdeten Menschen wie mich dazu, sich von Spiel zu Spiel zu steigern. Und das klappt nur, wenn man viel übt und so wird man mit der Zeit an die Spielerei "gebunden" (siehe auch: Was sind Kennzeichen einer Sucht).

So war es schon in den 80iger und 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts für jeden Schüler leicht, sich Computerspielgeräte zu besorgen und ich verbrachte viel zu viel Zeit damit. Als junger Erwachsener war es der PC und die Spielmöglichkeiten auf dem PC, die mich in die Gebundenheit der Sucht führten. Dies ging so weit, dass das Erreichen meines Studienabschlusses in Gefahr geriet, aufgrund der vielen Zeit, die ich am Computer verspielte.

Spannung und Kicks aber keine Herzensfreude durch Computerspielen

Das Computerspielen verstetzte mir Kicks und Spannung im Moment des Spielens. Jedoch war mir im Grunde immer klar, dass es verschwendete, tote Zeit ist.

Das scheint bei vielen Jugendlichen der heutigen Generation, die den Computerspielen verfallen sind, nicht mehr so klar. Der Prozess des allgemeinen Verfalls (Verlust der stabilisierenden christlichen Tugenden, wie z.B. auch Selbstbeherrschung und entsprechender Erziehung) macht sich hier sehr bemerkbar. Der Mensch verliert immer mehr alle guten Grenzen und wird mangels Fähigkeit der Selbstbeherrschung und aufgrund von fehlender Erziehung statt dessen von der Computerspiele- und Medienindustrie zunehmend beherrscht.

Und das, obwohl Computerspielen niemanden im Herzen wirklich froh machen kann. Ist das nicht eine große Tragödie? Schlimmer noch, die Medien- und Computerspielsucht hält den süchtigen Menschen davon ab, sich mit den essenziellen und wesentlichen, weil ewig gültigen Dingen des Lebens zu befassen.

Mit festem Entschluss setzte ich der Computerspielsucht ein Ende

Wenn ich nicht eines Tages beschlossen hätte, mit der Sucht Schluss zu machen - wer weiß, ob ich je einen Berufsabschluss geschafft hätte und wo ich heute stünde? Nachdem ich im Jahr 2010 durch die Gnade Gottes ein echtes Kind Gottes werden durfte, kommt es nun natürlich erst recht nicht mehr in Frage für mich, meine kostbare Lebenszeit mit Computern zu verspielen.

Warum die Lebenszeit überaus kostbar geworden ist

Ich will als Kind Gottes natürlich dem Herrn dienen und ihm alle Ehre geben. Da achte ich viel sorgfältiger darauf, wie ich meine Zeit verbringe. Meine Zeit - stehe in Seinen Händen!

Tobias, Redaktion Lernen Fühlen Verstehen

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