Sollen Frauen zum Beten ein Kopftuch oder eine Kopfbedeckung tragen?

Sollen Frauen zum Beten ein Kopftuch oder eine Kopfbedeckung tragen? Gilt das Gebot der Kopfbedeckung noch heute?
Sollen Frauen zum Beten ein Kopftuch oder eine Kopfbedeckung tragen? Warum steht in der Bibel etwas von der Bedeckung der Frauen?
Sollen Frauen zum Beten ein Kopftuch oder eine Kopfbedeckung tragen? Wann/wo gilt das Gebot der Bedeckung der christlichen Frau?

Die Frage der Kopfbedeckung der Frau

Sollen Frauen beim Beten ihren Kopf durch ein Tuch bedecken? Hier wollen wir das Wort Gottes zu der Frage, ob und wenn ja wann die Nachfolgerin Jesu ein Kopftuch tragen sollte ergründen.

Gilt das Gebot der Kopfbedeckung der Frau auch heute noch? Warum hat Gott so etwas angeordnet?

Kopfbedeckung der Frau wird unterschiedlich gehandhabt in Christengemeinden

Viele Frauen in deutschen Gemeinden haben weder zum Beten noch in Gottesdiensten etwas auf dem Haupt. Auch findet die Frage, ob Frauen in den Gemeinden lehren sollen und ob sie Gottesdienste leiten dürfen, im Licht der Bibel betrachtet bei vielen Christen keine Beachtung.

Es herrscht eine Vielfalt an Varianten, wie damit umgegangen wird. Um Klarheit darüber zu finden, was Gottes Wille zur Frage der Kopfbedeckung der Frauen ist, müssen wir Gottes Wort zu Rate ziehen. Es sind wenige aber klar verständliche Anweisungen für das Verhalten von wiedergeborenen Frauen in den Briefen der Apostel (das ist die für die Gemeinde Jesu relevante Lehre) zu finden.

Mann und Frau vor Gott gleich

In ihrer Bedeutung und Wertigkeit, stehen alle Menschen vor Gott selbstverständlich absolut gleich da. Das gilt auch für die verschiedenen Geschlechter, für Mann und Frau.

Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person, d.h., er behandelt alle Menschen mit dem gleichen göttlichen Maßstab.

Ausnahmslos alle Menschen haben gegen Gott gesündigt. Alle Menschen sind daher gleichermaßen erlösungsbedürftig. Die einzige Möglichkeit gerettet zu werden ist der Glaube an den Herrn Jesus Christus. Jeder, der an Jesus glaubt (und Buße getan hat), empfängt die Sündenvergebung und hat das ewige Leben. Denn der Herr Jesus hat durch sein Opfer am Kreuz das Gericht Gottes an unserer Stelle auf sich genommen. Die Frage nach der Kopfbedeckung der Frau ist also keine Frage des Heils.

Gott ordnet für die Gemeinde gute und wichtige Dinge an

Selbstverständlich ist der vollkommene, allmächtige, barmherzige Gott der Bibel auch absolut gerecht und er macht keine unnötigen Anordnungen. Was Gott anordnet, das hat seine gute Bedeutung.

Die Gleichwertigkeit von Mann und Frau wird in 1. Korinther 11 erwähnt, dem Kapitel, worin auch die Frage des Kopftuches bzw. der Kopfbedeckung der Frau beim Beten behandelt wird:

1. Korinther 11,11-12 Doch ist im Herrn weder der Mann ohne die Frau, noch die Frau ohne den Mann. Denn gleichwie die Frau vom Mann [kommt], so auch der Mann durch die Frau; aber alles [kommt] von Gott.

Mann und Frau haben von Gott verschiedene Rollen bekommen

Obwohl vor Gott in ihrer Wertigkeit absolut gleich, hat Gott für Männer und Frauen verschiedene Rollen und Verhaltensweisen vorgesehen.

D.h., dass Männern und Frauen zum Teil Unterschiedliches von Gott geboten ist.

Auch haben Männer und Frauen unterschiedliche Stärken und Qualitäten. Wer diese verstanden hat und sich entsprechend dem Willen Gottes verhält, wird sehr gesegnet sein. Eine Ehe beispielsweise, die nach dem Wort Gottes in gegenseitiger Liebe geführt wird, wird unvergleichlich glücklich und stabil sein. Das Thema Ehe nach dem Willen Gottes haben wir in unserem Artikel Geheimnis glücklicher Beziehungen behandelt.

Manche argumentieren, das Gebot des Kopftuch-Tragens von Frauen in der Bibel sei nicht mehr zeitgemäß. Es sei nicht auf die heutige Zeit anzuwenden.

Der 1. Korinther- Brief, der dieses Gebot enhält, wurde aber ganz ausdrücklich an alle Christen, zu allen Zeiten geschrieben.

1. Korinther 1, 1-2 Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, [ ...... ] an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns:

Im ersten Korinther-Brief finden wir viele Anordnungen Gottes bezüglich der Gemeindeordnung. Nicht nur durch diesen Brief wissen wir, dass Gott den Mann als das Haupt in der Ehe und Gemeinde gedacht hat und dass die Frau dem Mann untergeordnet ist. Das bedeutet nicht, dass die Frau abgewertet ist, sondern es geht hier um eine gesunde Gemeinde- Ordnung.

1. Korinther 11 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.

Sie würden sicherlich nicht Ihr Bett im Wohnzimmer aufstellen (falls ein Schlafzimmer vorhanden ist), sondern es in das Schlafzimmer stellen. Dadurch verliert das Bett aber nicht seinen Wert, sondern es geht hier um eine vernünftige Ordnung in der Wohnung. Fehlt die Ordnung, so bekommen wir ein Durcheinander.

Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Gemeinden der Heiligen (1. Korinther 14,33) und daher gilt in biblischen Christenversammlungen die gesunde Ordnung, dass es mindestens ein Haupt (einen Verantwortlichen), im Normalfall aber mehrere Verantwortliche gibt.

In einer biblisch geführten Ehe zwischen Mann und Frau ist der Mann nach dem Willen Gottes der geistlich Verantwortliche. Die Frauen sind in christlichen Ehen und Gemeinden, was die geistliche Lehrverantwortung anbelangt, den Männer untergeordnet.

Die Männer sind direkt dem Herrn Jesus unterstellt

Daher sollen die Männer beim Beten nichts auf dem Kopf haben (als Zeichen ihrer Stellung gegenüber dem Herrn Jesus):

1. Korinther 11,4 Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat, schändet sein Haupt.

Die Kopfbedeckung der Frau beim Beten ist als ein Zeichen der Unterordnung zu verstehen. Eine Frau, die zum (lauten) Beten ihr Kopftuch überzieht, beweist damit, dass sie Gottes Wille und Wort ernst nimmt und sich bereitwillig und gerne dem Herrn Jesus unterordnet. Sie fügt sich in die wunderbare Ordnung Gottes. Es geht hier sicher vor allem um die innere Haltung, die Bereitschaft der gläubigen Frau, dem Herrn aus Liebe zu gehorchen. Das äußerlich sichtbare ist dann ein Spiegel der inneren Haltung der Frau.

1 Korinther 11,5-6 Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre! Denn wenn sich eine Frau nicht bedecken will, so soll ihr auch das Haar abgeschnitten werden! Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, sich das Haar abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich bedecken.

Eine Frau soll sich beim Beten nach Gottes Wille auf dem Kopf bedecken. Für den wiedergeborenen Mann gilt: immer wenn er betet, soll er nichts auf dem Kopf haben.

1. Korinther 11,7 Denn der Mann darf das Haupt nicht bedecken, weil er Gottes Bild und Ehre ist; die Frau aber ist die Ehre des Mannes.

Ebenso handelt ein Mann vor Gott recht, wenn er geistlich Verantwortung übernimmt. D.h. ein Mann soll seine Bibel beständig lesen, sie gut kennen und damit seine Ehe und wenn er Leitender in einer Gemeindeversammlung ist, die Gemeinde nach göttlicher Weisung leiten. Die Frauen sollen natürlich auch beständig und täglich ihre Bibel lesen aber bei den Männern ergeben sich, aufgrund ihrer Lehrverantwortung schneller gravierendere, schlimme Folgen, wenn sie es nicht tun.

Das Gebot des Kopftuch-Tragens der Frau ist also ein Zeichen gesunder göttlicher Ordnung. Es ist kein Zeichen von Abwertung oder Geringschätzung, sondern wir Menschen verherrlichen Gott, wenn wir seine Gebote halten. Umgekehrt verunehren wir ihn, wenn wir die göttliche Ordnung missachten.

Bei der Schöpfung Gottes wurde zuerst der Mann geschaffen, dann die Frau, aus seiner Rippe. Dem Adam (der Mensch) wurde dann die Frau als Gesellin und Gehilfin zur Seite gestellt. D.h., Gott hat die Frau dem Mann zugeordnet.

1. Korinther 11,8-9 Denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. Darum soll die Frau [ein Zeichen der] Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.

Ist das Kopftuch Tragen oder Kopfbedeckung beim Beten überhaupt noch zeitgemäß?

Wenn Sie als Frau mit dem Herrn Jesus leben wollen, fügen Sie sich mit Freude im Herzen dem Gebot Gottes, ein Kopftuch zu tragen beim Beten. Wer den Herrn Jesus lieb hat, der wird seinem Wort gerne und freiwillig folgen. Widerwilligen Gehorsam will und verlangt Gott nicht.

Eine Gemeinde, die diese Anordnung Gottes freizügig übergeht, handelt nicht im Willen Gottes. Die Gemeinde Jesu soll sich heilig, ordentlich und von dem Geist dieser Welt abgesondert versammeln. Ein echter Christ wird daher Gelegenheiten, den Herrn, so gut er kann zu ehren begrüßen und sie bereitwillig nutzen. Wer Gott liebt, der wird sich gerne und freiwillig dem Wort Gottes unterordnen. Das gilt für Männer gleichermaßen wie für Frauen.

Mann und Frau als Bild für Christus und Gemeinde

Die Unterordnung der Frau und die geistliche Verantwortung zur Leitung des Mannes wird in der Bibel auch als ein Bild für das Verhältnis Jesus Christus zu seiner Gemeinde gedeutet.

Der Mann steht als Bild für Christus und die Frau symbolisiert die Gemeinde (Epheser 5). Da der Christus das Haupt (die Oberleitung) der Gemeinde ist, sollen auch die Männer in den Gemeinden und Ehen die Verantwortung und Leitung übernehmen. Da die Frauen ein Bild für die Gemeinde Jesu sind, sollen sie sich unter die Männer als den Leitenden unterordnen und so Gott verherrlichen, wie die ganze Gemeinde Gott verherrlichen soll.

Résumé
  • Eine gläubige Frau sollte nach Gottes Wille beim Beten (wenn sie laut betet) ein Kopftuch oder eine Kopfbedeckung tragen.
  • Ebenso sollen die Männer stets ohne Kopfbedeckung beten.
  • Die Kopfbedeckung der Frau ist eine Frage des Gehorsams und der Liebe von Christen zu dem Christus.
  • Vor Gott sind alle Menschen absolut gleichwertig.
  • Es geht bei der Frage der Kopfbedeckung um eine gesunde, von Gott gewollte Gemeindeordnung.
  • So wenig, wie wir Unordnung in unserer Wohnung haben wollen, so wenig wünscht sich Gott Unordnung in Seiner Gemeinde.
  • Gemeinden die die Lehre der Apostel nach ihrem eigenen freien Willen freizügig gestalten, mögen sich für fortschrittlich halten aber in Gottes Augen zählt Gehorsam unendlich viel mehr.
Tobias, Redaktion Lernen Fühlen Verstehen
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