Können Kinder Gottes verloren gehen?

kinder gottes verloren gehen können gläubige Kinder Gottes ihr Heil wieder verlieren?
kinder gottes verloren gehen Kann es passieren, dass Gottes Kinder vom Glauben abfallen?
kinder gottes verloren gehen Keine Verdammnis In Christus
kinder gottes verloren gehen Welche Bibelstellen sprechen für die Heilssicherheit?
kinder gottes verloren gehen Unser Resumé/Erkenntnisstand zu dieser Frage

Ergänzender Artikel zum Thema: gerettet oder verloren?
Wie kann ich prüfen, ob ich ein Kind Gottes bin, das nach dem Tod in den Himmel kommt?

Lieber Leser,

hier wollen wir eine von gläubigen Kindern Gottes häufig gestellte Frage im Licht der Bibel erörtern. Können Kinder Gottes, nachdem sie bereits durch ihren Wandel IN CHRISTUS gerettet waren später wieder verloren gehen?

Da jedes echte Kind Gottes gerettet ist, stellen wir die Frage, ob ein Kind Gottes verloren gehen kann präziser: "Können Christen, die durch den Glauben an Jesus gerettet und von neuem geboren wurden, vom Glauben wieder abfallen?"

Dies ist eine oft umstrittene Frage, da es für ja und nein von der Bibel her Belege zu geben scheint. Keinsfalls sollte es zur Entzweiung des Leibes Christi führen, wenn gläubige Kinder Gottes hier zu verschiedenen Erkenntnissen finden.

Verlierbarkeit des Heils als Reifetest des Christen

In sofern ist die Art unseres Umganges mit diesem Thema ein Prüfstein für die Reife eines Christen. Streiten wir hierbei bis aufs Blut um unsere Standpunkte? Wollen wir dem Gegenüber um jeden Preis beweisen, dass nur wir richtig liegen? Verlassen wir unsere biblisch gebotene Sanftmut und die sachlich-biblisch-argumentative Gesprächsebene, indem wir den Bruder, der eine andere Sicht hierzu vertritt, persönlich angreifen? Sprechen wir Glaubensgeschwistern, die den Herrn Jesus Christus bekennen, gar den Glauben ganz ab, wenn sie in dieser Lehrfrage einen anderen Erkenntnisstand haben als wir selbst?

Vor allem anderen das Wichtigste ist es, am Herrn Jesus im Glauben fest zu halten, egal was kommt und auf ihn zu harren. Denn der Tag rückt rasch näher, an dem der Herr seinen Leib zu sich holt. Welch wunderbare, herrliche Hoffnung! Endlich wird dann alles Schwere und alles Leid dieser Welt überwunden sein! Dann ist auch Schluss mit den anstrengenden Debatten um die Rechtgläubigkeit.

Biblische Erkenntnis ist in Entwicklung begriffen

Wir hatten zu der Frage, ob ein Kind Gottes verloren gehen kann schon verschiedene Erkenntnisse. Mal neigten wir mehr zu der Ansicht, dass ein geretteter Christ abfallen kann, dann wieder waren wir mehr auf der Seite derer, die die absolute, unverrückbare Heilssicherheit aller geretteten Kinder Gottes in sich haben.

Gemäß dem Wort Gottes ist ein Mensch gerettet, allein durch den Glauben an Jesus Christus. Wer im Glauben an Jesus Christus wandelt, durch Gottes Geist von neuem geboren ist und ihm nachfolgt (die natürliche Folge des echten Glaubens) ist ein echtes Kind Gottes und von der Sündenlast vollständig befreit.

Die einzige Bedingung dafür, dass ein Mensch in den Himmel kommt

Jesus Christus: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, als allein durch mich! Joh 14,6

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben, wer nicht an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Leben nicht, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm (Joh 3,36)!

Somit ist die einzige Bedingung für die Rettung eines Menschen aus der Verlorenheit der Glaube an den (echten) Jesus Christus, so wie er in Gottes Wort beschrieben ist. Alle, die im Glauben an Jesus stehen (dazu gehört auch, den Glauben vor anderen zu bekennen) können also beruhigt sein und brauchen sich nicht zu fürchten, verloren zu gehen. Den Glauben gilt es zu bewahren und zu pflegen. Wir dürfen dabei stets auf die unbegrenzt große Kraft des Herrn Jesus vertrauen, dass Er uns ans Ziel bringen wird.

Neben vielen anderen geben folgende Bibel-Stellen den Kindern Gottes Heilsgewissheit:

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Römer 8,1

Siehe auch z.B.: Röm 3,24, Röm 6,8-11, 1.Kor 15,22 etc...)

Jesus Christus macht seine Nachfolger fest, bis ans Ende:

Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist, dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch fest machen wird bis ans Ende, so dass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. 1. Kor 1,4-9

Jesus Christus hat die Kinder Gottes wiedergeboren zu einem unvergänglichen Erbe:

1. Petrus 1,3-5 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit.

Kann sich an dem geretteten Zustand etwas ändern?

Nicht, solange der Gerettete im Glauben an Jesus Christus ausharrt, bis zum Ende seines Lebens. Auch Sünde kann Gerettete nicht aus dem Zustand der Rettung in Christus trennen. Denn wenn wir durch unsere Sünden unseren Glauben grundsätzlich in Gefahr bringen könnten, dann würde unser Heil nicht mehr allein vom Glauben an Jesus abhängen sondern von Jesu Opfer + unserem eigenen Wandel.

Würde unser Heil von unseren eigenen Werken abhängen, könnte kein echter Christ mehr ruhig schlafen. Gottes Kinder hätten dann einen Zustand ständiger Ungewissheit, wie bei den Angehörigen des Islam oder den Katholikenüblich ist.

Denn nur echte Kinder Gottes haben Frieden mit Gott und daher die Heilsgewissheit.

Ich persönlich kann (und will) mir nicht vorstellen, einmal den Glauben an den einmaligen, wunderbaren, vollkommenen, allmächtigen Herrn Jesus Christus wieder zu vergessen. Auch hatte ich nie Angst, seitdem ich ein Kind Gottes wurde, ich könne wieder aus dem Heil herausfallen, da ja mein Heil an dem ewig gültigen Erlösungswerk des Herrn Jesus Christus hängt und in keiner Weise an mir selbst.

Gibt es Bibelverse, die für die Möglichkeit des Abfalls vom rettenden Glauben sprechen?

Es gibt manche Bibelstellen, die mich nachdenklich werden lassen und vorsichtig machen bei der zu schnellen Beantwortung der Frage nach der Verlierbarkeit des Heils.

In den letzten Jahren sind mir einige Stellen, die mich zum zwingenden Schluss der Verlierbarkeit des Heils führten (z.B. Offb. 3,5) klarer geworen und ich sehe sie in einem neuen Licht. Daher tendiere ich momentan mehr zu denen, die vom unverlierbaren Heil und der Heilssicherheit ausgehen.

Da der Glaube an den echten Herrn Jesus die einzige Bedingung ist, kann die Rettung aus Glaube logischerweise nur verloren gehen, wenn jemand, der an Jesus gemäß der Bibel geglaubt hat, seinen rettenden Glauben wieder verliert. Wer den Herrn Jesus verlässt und sich dem früheren Leben, wo Jesus nicht der Herr war zurückkehrt, begibt sich auf Abwege von Gott. Jeder erfahrene Christ kennt vielleicht Beispiele von Menschen, die dem Herrn Jesus lange gedient haben und heute in einen Zustand sind, wo man meint, sie haben ihren Herrn völlig aus den Augen verloren. Haben Sie ihre Gotteskindschaft verloren oder nicht?

Wenn du Sorge hast, ob du das Heil in Christus verlieren kannst, so erinnere dich täglich, mit Hilfe des Wortes Gottes, an deinen Glauben und an die Gnade und unendlich große Kraft und Liebe des Herrn Jesus. Halte, koste es was es wolle, am Glauben an Jesus Christus fest. Vertraue auf die unendlich große Kraft des Herrn Jesus, dich im Heil zu bewahren. So wirst du gerettet werden und die Ewigkeit in Herrlichkeit im Reich Gottes verbringen.

Einige Bibelstellen, die uns ermahnen im Glauben festzuhalten

2. Tim 2,12 wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen; wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen;

Wobei hier nicht im Text steht, dass man verloren geht, wenn an den Herrn als Geretteter verleugnet. Wenn wir standhaft im Bekenntnis (im Glaube) an Jesus festhalten bis zum Ende, so werden wir, wie verheißen mit ihm Herrschen, denn Gläubige gehören zu dem Leib des Christus. Da Jesus Christus am Tag des Herrn der Richter über die Welt sein wird, so werden dann auch die Seinen mit ihm herrschen. Würden wir jedoch den Glauben an den Herrn Jesus verlassen und ihn verleugnen, so wird er uns auch verleugnen. Ob das gleichbedeutend ist mit dem Verlust des Heils, können wir aus dieser Stelle jedoch nicht zwingend ableiten!

Weitere mahnende Bibelstellen, die uns warnen, dass evtl. ein Abfall von dem Glauben an Jesus möglich ist sind: z.B.: 1. Tim 4,1, 2. Petr. 2,15, Hebr. 10,26ff, wobei auch in dieser Stelle auch nicht zwingend vom ewigen Verlorengehen geschieben steht. Es kann sich durchaus um Gottes Gericht an Gläubigen handeln, die den Glauben so sehr verleugnen, dass Gott sie vorzeitig wegnimmt, aber nicht in die Hölle wirft, sondern nur aus dem Erdenleben wegnimmt, weil sie den Herrn verunehrt haben.

Die tägliche Reinigung von den Sünden

Vergessen wir bei all den theologischen Überlegungen nicht die tägliche Reinigung von unseren Alltagssünden, damit sich die Beziehung zum Herrn nicht eintrübt und wir nicht verblendet werden durch den Selbstbetrug der Sünde.
Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. 1. Johannes 1,8-10

Resümé

Die Bibelverse, die den Kindern Gottes die Sicherheit und Gewissheit des Heils nahelegen, sind sehr gewichtig und sehr stark. Wir können nachvollziehen, warum manche Gläubige daraus die absolute Heilssicherheit (die Unverlierbarkeit des Heils) ableiten.

U.E. kann man aus den Versen, die gegen eine absolute Heissicherheit und Heilsunverlierbarekeit zu sprechen scheinen, nicht zwingend die Verlierbarkeit des Heils ableiten.

Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit bei dieser Frage übrig und wir wollen daher kein abschließendes Urteil fällen, ob Kinder Gottes tatsächlich das Heil wieder verlieren können oder nicht. Dieses Thema bleibt also spannend und wir wollen alle unsere Geschwister ermutigen, auch solche und andere strittige Fragen genau zu prüfen und täglich immer wieder aufs Neue das wunderbare, irrtumslose Wort Gottes zu studieren!

Wir sind einfach noch nicht am Ziel all unserer Hoffnungen und an der Vollendung all unserer Erkenntnisse angelangt. Der Herr lässt uns noch hier auf der Erde verweilen, um uns weiter zu formen und uns ihm ähnlicher werden zu lassen.

Tobias, Redaktion Lernen Fühlen Verstehen


Vortragstipp zum Thema

Teil 1/3 - Vorherbestimmung - 1) Begriffserklärung - 2) Gottes Heilsfülle für alle Menschen - 3) Problematische Stellen - 4) Warum gehen Menschen verloren
Teil1 Vorherbestimmung

Teil 2/3 - Heilsgewißheit - 1) Was sagt die Bibel dazu? - 2) Biblische Grundlage für die Heilsgewißheit - 3) Mögliche Gründe für mangelnde Heilsgewißheit - 4) Abhilfe
Teil2 Heilsgewissheit

Teil 3/3 - Unverlierbarkeit des Heils oder Bewahrung im Glauben? - Kann ein Christ das Heil verlieren?
Teil 3 Die Unverlierbarkeit des Heils oder Bewahrung im Glauben

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