Joh 6,44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater ihn zieht!

Joh 6,44: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater ihn zieht Bestätigt Joh 6,44 den Calvinismus?
Joh 6,44: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater ihn zieht Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht

Es sei denn, der Vater zieht - eine Überprüfung von Joh 6,44 im Kontext
Diese biblische Analyse bzgl. Johannes 6 (zum Calvinismus) gibt es auch vertontes Video: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn der Vater zieht ihn
Ein herzliches Hallo an alle, die sich fragen, ob die Lehre des Calvinismus biblisch ist oder nicht.
Wenn du ein Anhänger des Calvinismus bist, fühle dich bitte auf keinen Fall durch die biblischen Analysen hier persönlich angegriffen!

Beachte in dieser Thematik auch unseren Artikel: Liebe, Bruderliebe und Rechtgläubigkeit

Prüfe sachlich und nüchtern anhand der Schrift, ob unsere Einwände bzgl. des Calvinismus wahr sind. Wir wissen, wie schwer es sein kann, eine tief eingeprägte Glaubensüberzeugung als Irrtum anzuerkennen und sie abzulegen. Das gilt in besonderem Maße für Bibellehrer, insbesondere dann, wenn sie diese Überzeugung schon öfter gelehrt haben. Eine Abkehr von einer (ggf. sogar öffentlich) verkündeten Lehrauffassung erfordert ein hohes Maß an Demut und Umkehrbereitschaft und ist oft mit Schmerz und Verlust (Geltung, Anerkennung) verbunden.
“Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht”

Bestätigt Johannes 6,44 + 64-65 den Calvinismus?

Vor einigen Jahren habe ich mit einem calvinistisch gesinnten Katholiken das Johannes Evangelium gelesen. Er war durchdrungen in seinen Gedanken von dem calvinistischen Konzept der Vorherbestimmung und Erwählung Gottes der Auserwählten bzw. der Nicht-Erwählung derer, die nicht zum Glauben kommen.

Er wollte nicht glauben, dass Jesus für alle Menschen und so auch für ihn gestorben ist und dass durch das Wort Gottes jeder Mensch eingeladen ist, durch den Glauben an Jesus die Vergebung aller Sünden zu erhalten.

Er meinte, er könne an den Gott der Bibel nicht glauben, weil er dazu nicht von Gott bestimmt sei. So hat er die calvinistische Denkweise als Vorwand benutzt dafür, dass er sich nicht dem Herrn Jesus unterstellen wollte.

Trotz der klaren Worte Jesu im Johannes-Evangelium, womit durch das ganze Evangelium hindurch jeder eingeladen ist, im Glauben zu dem Herrn Jesus zu kommen, wollte dieser Mann nicht von seinem Irrglauben lassen und hielt beharrlich daran fest.

Als wir im Johannes Evangelium zu der Stelle kamen, wo Judas den Herrn Jesus verriet, so dass er zur Kreuzigung durch die Römer ausgeliefert wurde, meinte dieser calvinistisch gesinnte Mann,

“Letztendlich sei dieser biblische Gott selbst schuld, dass er verraten wurde. Gott selbst habe Judas nicht zum Heil erwählt und ihn daher dazu bestimmt, im Unglauben zu bleiben, was letztendlich zum Verrat des Judas an Jesus führte.”

Die calvinistische Brille, mit der dieser Mann die Bibel las, ließ Gott zum Verursacher des Verrates an Gottes Sohn werden.

Als wir das Kapitel, wo der Verrat des Judas beschrieben wurde, gemeinsam lasen, zeigte der calvinistisch denkende Mann sogar Mitgefühl mit dem Verräter und ich merkte zugleich Groll und Hass gegen den Schöpfer und Erlöser Jesus Christus in seinem Herzen, weil dieser dem armen Verräter Judas nicht den Glauben und die Buße geschenkt habe.

Dieser Calvinist war voller innerer Widersprüche und Ablehnung gegen Gott. Den wahren Gott der Bibel, der die Menschen so sehr liebt, dass er seinen Sohn sandte, damit jeder der an ihn glaubt, gerettet werden kann, konnte er angesichts seiner verrückten Glaubensvorstellung nicht wahrnehmen.

Eine Stelle, auf die von Calvinisten häufig verwiesen wird ist:

Johannes 6,44 + 64-65

Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.

Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.

Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben!


Die Verse enthalten keine Aussage darüber, ob der Mensch zuerst Glauben muss, dass er zum Heil kommen kann oder ob Gott den Glauben erst bewirken und vorherbestimmen muss, bevor ein Mensch zur Rettung kommen kann.

Der Calvinismus legt sich aufgrund dieser und einiger anderer Bibelstellen auf seine Auslegung fest und baut sein Glaubenssystem darauf auf.

Sagen diese Verse aus, dass der Grund für den Unglauben eines Menschen das fehlende Ziehen des Vaters ist?

Für sich alleine betrachtet, könnte man aufgrund dieser Verse auf diesen Gedanken kommen. Jedoch sagen diese drei Verse nicht, welche Menschen vom Vater gezogen werden und warum er gerade diese zieht und sie dem Sohn gibt.

Diese 3 Verse enthalten keine Aussage darüber, ob der Mensch zuerst Glauben muss, dass er zum Heil kommen kann oder ob Gott den Glauben erst bewirken und vorherbestimmen muss, bevor ein Mensch zur Rettung kommen kann.

Die Verse in Johannes 6 sagen nicht aus, warum die ungläubigen Menschen nicht vom Vater gezogen werden!

Der Calvinismus legt sich aufgrund dieser und einiger anderer Bibelstellen fest und baut sein Glaubenssystem darauf auf.

Im gesamten Zusammenhang des Johannes-Evangeliums finden wir jedoch wiederholt Aufrufe an ALLE Menschen ohne Ausnahme, zum Glauben an Jesus zu kommen. Nirgends finden wir dort einen Hinweis, dass Menschen vom Glauben ausgeschlossen seien, weil Gott sie nicht zu sich ziehen will.

Johannes-Evangelium im Gesamtkontext:

ALLE Menschen ohne Ausnahme sind gerufen, zum Glauben an Jesus zu kommen.

Nirgends finden wir dort einen Hinweis, dass Menschen vom Glauben ausgeschlossen seien, weil Gott sie nicht zu sich ziehen will!

Ist das fehlende Ziehen Gottes die ausschlaggebende Ursache dafür, dass sich ein Mensch gegen den Glauben an Jesus entscheidet?

Der Calvinist John Piper schreibt in seinem Buch "Five Points", Seite 29 (eigene Übersetzung):

"Der Haupteinwand gegen Johannes 12,32 (Wo Jesus sagte: "ich werde alle zu mir ziehen") um zu leugnen, dass das Ziehen Gottes in Johannes 6,44 (Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater, der mich gesandt hat ihn zieht) das Kommen des Menschen tatsächlich hervorruft, ist die Art, wie Johannes die Beziehung zwischen Gottes Ziehen und dem Scheitern von Judas, dem Herrn Jesus bis zum Ende zu folgen, beschreibt.

In Johannes 6,64-65 sagt Jesus: "Es sind etliche unter euch, die nicht glauben." (Denn Jesus wusste von Beginn an, wer ihn verraten würde). Und er sagte,"darum habe ich euch gesagt: niemand kann zu mir kommen kann, außer es ist ihm vom Vater gegeben!

Beachte: dass Jesus sagt, dass niemand kommen kann, außer es ist ihm vom Vater gegeben, um zu erklären, warum "einige unter euch sind, die nicht glauben".


John Piper behauptet damit, der Grund, warum Judas nicht an Jesus geglaubt hat und ihn am Ende verraten habe sei, dass Gott der Vater ihn nicht gezogen habe. Gottes fehlendes Ziehen sei die Ursache des Unglaubens eines Menschen und damit auch die Ursache für den Verrat des Judas an dem Herrn Jesus.

Was ist das für ein Gott, an den John Piper glaubt?

Er glaubt, dass Jesus von Judas verraten wurde, weil Gott dem Judas den Glauben nicht geschenkt habe. Sein Glaubenssystem verbietet ihm die Möglichkeit, dass die Entscheidung von Judas, in der Sünde zu bleiben und damit dem Teufel immer mehr Raum in ihm zu geben seinen Unglauben besiegelte und schließlich zum Verrat an Jesus führte.

- Lässt sich Jesus von Judas verraten, nachdem er ihn durch Nicht-Erwählung dazu bestimmt hat?

- Wer ist für die Sünde von Judas verantwortlich?

Das calvinistische Glaubenssystem John Piper verschiebt die Ursache für den Unglauben und die Schuld von Judas weg und auf Gott selbst hin.

Mit der calvinistischen Logik könnte sich Judas vor Gottes Gericht rechtfertigen und sagen: "Weil Gott, der Vater mich nicht gezogen und mich nicht dem Sohn gegeben hat, konnte ich ja gar nicht zum Glauben kommen!"

Glauben Calvinisten, Jesus kam in diese Welt, um sich verraten und misshandeln und töten zu lassen, von Menschen, die das tun, weil er ihnen ganz bewusst nicht die unwiderstehliche Gnade hat zukommen lassen?

Der Calvinismus sagt unter Verweis auf Johannes 6,64-65: Der ungläubige Mensch ist und bleibt Feind Gottes, weil Gott selbst ihn nicht aus der Finsternis heraus zieht!

Das wäre, wie wenn wir einen Roboter bauen würden und ihn so programmieren würden, dass er in unserem eigenen Haus Schüsse abgibt und uns damit schließlich tötet.

Wer wäre hier der Verursacher unseres Todes?

Könnte man den Roboter dafür verantwortlich machen?

John Piper und die anderen überzeugten Calvinisten machen mit ihrem Glaubenssystem Gott zum Verursacher des Verrates des Judas an Jesus.

Betrachten wir Johannes 6,44 und 65-66 im Zusammenhang

Joh 6,40

Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.

Werden die Menschen also willkürlich, aufgrund von Gottes Vorherbestimmung gezogen? Nein, jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, hat ewiges Leben. Die umstehenden Juden in der Rede Jesu von Johannes 6 wollten Jesus nicht glauben. Sie murrten und sagten, Jesus sei der Sohn Josephs, ein Mensch, wie jeder andere.

Joh 6,42-45

Sie sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann dieser sagen: Ich bin aus dem Himmel herab gekommen? Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater ihn zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Es steht geschrieben in den Propheten: Und sie werden alle von Gott gelehrt sein. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.

Das Problem der ungläubigen Juden hier ist also nicht, dass der Vater sie nicht ziehen will. Das Problem ist, dass sie sich weigern zu Glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der aus dem Himmel herab gekommen ist. Statt Glaube haben sie Verachtung in sich gegen Jesus. Sie hören zwar das Evangelium, wie alle anderen auch, aber sind nicht bereit vom Vater zu lernen, den sie in dem Sohn Jesus Christus hätten erkennen können.

Joh 6,47

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben.

Wie durchgehend im Johannes-Evangelium sind alle Zuhörer angesprochen. Keineswegs beschränkt Gott sein Heilsangebot auf von ihm vorherbestimmte Auserwählte.

Sehen wir uns Johannes 6,60-66 an, im Hinblick auf die Behauptungen des Calvinismus:

Joh 6,60-63

Viele nun von seinen Jüngern, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede! Wer kann sie hören? Da aber Jesus bei sich selbst erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein Ärgernis? Wie nun, wenn ihr den Sohn des Menschen dorthin auffahren seht, wo er zuvor war? Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.

Das ist das Kernproblem der meisten umstehenden Menschen. Sie erwarten Zeichen und Wunder und sichtbare Dinge. Aber sie sind nicht bereit, auf die Worte Jesu zu hören, denn nur das Verständnis der Worte Jesu bringt uns zum rettenden Glauben und zum ewigen Leben.

Joh 6,64

Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.

Joh 6,65

Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben!

Das ist das Problem, dass die meisten Menschen nicht an Jesus glauben wollen. Es hat nichts mit dem Wille oder der Vorherbestimmung Gottes zu tun, sondern die Bibel wiederholt immer wieder, dass es am Menschen liegt, ob er Jesu Wort hören und verstehen will oder nicht.

65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben!

Nun wissen wir durch den Gesamtzusammenhang, wer zum Herrn Jesus kommen kann, nämlich all jene, die an ihn glauben wollen, diese werden ihm vom Vater gegeben.

Joh 6,66-71

Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr nicht auch weggehen?

Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes!

Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel!

Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, denn dieser sollte ihn verraten, er, der einer von den Zwölfen war.


11 von Jesu Jüngern hatten den Glauben in sich. Nur Judas nicht. Auch er wurde erwählt von Jesus zum Apostel. Auch daran können wir sehen, dass kein Mensch von Gott zum Heil vorherbestimmt und erwählt ist, sondern nur jene, die bereit sind, dem Herrn Jesus zu glauben. Diese kommen zum ewigen Leben. Das galt für die 11 Apostel, Judas dagegen hat sich geweigert, dem Herrn Jesus zu glauben.

Sehen wir uns die Motive des Judas noch etwas genauer an, um zu prüfen, ob das fehlende Ziehen des Vaters die wahre Ursache seinen Verrat an Jesus war.

Weil Jesus Gott und Mensch zugleich ist wusste er vorher, dass Judas ihn verraten würde:

Johannes 13,20-21+26

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer den aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert, und er bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!

Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den eingetauchten Bissen geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot.


Jesus hat das Gericht an Judas vorhergesagt:

Matthäus 26,24

Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre.

Der Verrat durch Judas war bereits im Alten Testament prophezeit worden:

Apostelgeschichte 1,16-20

Ihr Männer und Brüder, es musste dieses Schriftwort erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, welcher denen, die Jesus gefangen nahmen, zum Wegweiser wurde. Denn er war zu uns gezählt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen. Dieser erwarb einen Acker aus dem Lohn der Ungerechtigkeit, und er stürzte kopfüber hin ab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide traten heraus.

Und das ist allen bekannt geworden, die in Jerusalem wohnen, so dass jener Acker in ihrer eigenen Sprache Akeldama genannt worden ist, das heißt: »Blutacker«. Denn es steht geschrieben im Buch der Psalmen: »Seine Behausung soll öde werden, und niemand soll darin wohnen«, und: »Sein Amt empfange ein anderer«.


Hier erfahren wir auch, dass Judas den Verrat für den Lohn der Ungerechtigkeit getan hat. Nirgends finden wir in der Bibel einen Hinweis darauf, Gott habe durch fehlendes Ziehen den Verrat von Judas vorherbestimmt!

Judas hatte sein Herz auf irdischen Gewinn und Reichtum gerichtet. Der Glaube an Jesus spielte für ihn demgegenüber keine entscheidende Rolle:

Johannes 12,4-6

Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet: Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde.

Schließlich ist sogar der Teufel in Judas gefahren und das, obwohl Judas von Jesus zu einem der 12 Jünger erwählt worden war:

Johannes 6,70-71

Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel! Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, denn dieser sollte ihn verraten.

Ist Gott verantwortlich für den Verrat an Jesus oder Judas?

Calvinist John Piper lehrt, Judas habe nicht an Jesus geglaubt, weil Gott ihn nicht zu sich gezogen (und zum Heil bestimmt) habe!

Judas selbst war es, der nach Gelegenheiten suchte, um Jesus zu verraten:

Markus 14,10-11

Da ging Judas Ischariot, einer von den Zwölfen, hin zu den obersten Priestern, um ihn an sie zu verraten.

Sie aber waren erfreut, als sie das hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte eine gute Gelegenheit, um ihn zu verraten.

Es fehlt in allen Bibelstellen, wo Judas Iskariot beschrieben ist, jeglicher Hinweis, dass Gott den Glauben von Judas und die Buße von seinen bösen Wegen nicht wollte oder dass er den Unglauben und Verrat des Judas durch fehlendes Ziehen vorherbestimmt hat.

Lediglich Johannes 6,44 zusammen mit 64-65 könnte für sich allein betrachtet so fehlgedeutet werden. Meiner Ansicht nach ist der Gedanke, Gott selbst sei der letztendlich Verusacher des Verrates an Jesus gotteslästerlich. Die Verse Johannes 6,44 und 64-65 für sich allein zu betrachten, ohne den Gesamten Kontext ist eine typische Vorgehensweise von Irrlehrern, die auch von den Calvinisten für ihre Irreführung genutzt wird.

Der überzeugte Calvinist klammert sich dennoch felsenfest an diese wenigen Verse aus Johannes 6 und an einige andere Vers-Stellen, um sein Glaubenssystem aufrecht zu erhalten.

Möge Gott der Herr, der langmütig mit uns Menschen ist, der nicht will, das jemand verlorengehe, sondern, dass jedermann Raum zur Buße habe (2. Petrus 3,9) auch im Fall der überzeugten Calvinisten noch Buße (von der Irrlehre) schenken!

Raum zur Umkehr, allen, die der calvinistischen Irrlehre in ihren Herzen zu viel Raum gewährt haben!

Fazit

  • Nicht in Gott ist die Ursache des Verrates an Jesus zu finden!
  • Die Augenzeugenberichte der Evangelien belegen, dass Judas selbst sich für die Geldliebe und den Betrug der Sünde entschieden hat!
  • Letzendlich gab Judas dem Teufel so viel Raum, dass dieser in ihn fuhr und ihn am Ende völlig beherrschte!
  • Es ist nachvollziehbar, dass Johannes 6,44 + 64-65 für sich alleine betrachtet, fehlgedeutet werden kann, im Sinne des Calvinismus.
  • Die überzeugten Calvinsten missachten die Gesamtaussage des Kapitels und der Evangelien, woraus klar hervorgeht, dass jeder, der an Jesus glauben will, zu ihm kommen kann!
  • Eine nüchterne, biblische Gesamtanalyse der Thematik offenbart den Calvinismus als nicht biblisch!
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