Calvinismus lehrt Glaube als vorherbestimmt

calvinismus glaube vorherbestimmt Lehre des Calvinismus: Glaube von Gott vorherbestimmt
calvinismus glaube vorherbestimmt Unglaube von Gott gewirkt
calvinismus glaube vorherbestimmt Widerlegung des Calvinismus nach Johannes

Ist es Gott der den Glauben und Unglauben des Menschen vorherbestimmt?
Diese biblische Analyse gibt es auch als vertontes Video: Calvinismus, unwiderstehliche Gnade
Ein herzliches Hallo an alle, die sich mit der Lehre des Calvinismus auseinandersetzen wollen. Ist der Glaube des Menschen von Gott vorherbestimmt? Mit thematischen Bibelarbeiten vergleichen wir Kernthesen der calvinistischen Lehre mit der biblischen Lehre als Ganzes.
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Wenn du ein Anhänger des Calvinismus bist, fühle dich bitte auf keinen Fall durch die biblischen Analysen hier persönlich angegriffen! Prüfe sachlich und nüchtern anhand der Schrift, ob unsere Einwände bzgl. des Calvinismus wahr sind. Wir wissen, wie schwer es sein kann, eine tief eingeprägte Glaubensüberzeugung als Irrtum anzuerkennen und sie abzulegen. Das gilt in besonderem Maße für Bibellehrer, insbesondere dann, wenn sie in der Öffentlichkeit lehren. Eine Abkehr von einer bereits öffentlich verkündeten Lehrauffassung erfordert ein hohes Maß an Demut und ist oft mit Schmerz und Verlust verbunden.
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Möchtest auch du den Herrn Jesus immer mehr kennenlernen, lieben und ehren? Ist er Dein Ein und Alles, dein Retter? Dann haben wir das Wichtigste und Wesentliche schonmal gemeinsam!

In den bisherigen Artikeln (Videos) zur reformierten Theologie habe ich die Fragen behandelt:

- Ist der Calvinismus biblisch oder Irrlehre einzustufen?

- Hat der Mensch überhaupt einen freien Willen?

Ich habe mit vielen Bibelstellen dargelegt, dass Gott dem Menschen, bis zu einem gewissen Punkt eine Willens- und Wahlfreiheit geschenkt hat. Und dass Gott uns Menschen mit dem Wort Gottes zur Prüfung aufruft, zur Erkenntnis, in welche Richtung wir denken und gehen sollen. Eine Kernlehre des Calvinismus ist die Lehre von der “unwiderstehlichen Gnade” Gottes. Das bedeutet:

Gemäß der Calvinistischen Lehre bekommen nur die von Gott AUSERWÄHLTEN den (unwiderstehlichen) Ruf Gottes zur (heilswirksamen) Buße/Bekehrung. D.h., Gott bestimmt, wer die Gnade des Glaubens empfängt und wer nicht. Für den Menschen bleibt kein Raum zur freien Entscheidung übrig.

So lehrt z.B. der Calvinist John Piper:

[Jesus] sagt, dass die Bedingungen für die Errettung [des Menschen] auch ein Geschenk sind. Wenn eine Person einen Prediger sagen hört,: “Tue Buße und komm zu Jesus Christus”, kann der Mensch es wählen, dem Ruf zu widerstehen. [...] Er kann sagen, “Nein ich werde nicht Buße tun”.

Aber wenn Gott ihm Buße gibt, kann er nicht widerstehen, denn die Bedeutung der Gabe der Buße ist, dass Gott unser Herz ausgewechselt und es zur Buße willig gemacht hat. Mit anderen Worten, die Gabe der Buße ist ist die Überwindung des Widerstandes gegen die Buße.


Quelle: John Piper, (eigene Übersetzung von): “Five Points”, Irresistible Grace, Seite 31

John Piper sagt hier als überzeugter Calvinist mit anderen Worten: Ein Mensch der von Gott auserwählt wurde zum Heil wird im Lauf seines Lebens von ihm mit unwiderstehlicher Gnade gerufen. Ein von Gott Auserwählter wird von Gott in einer Weise zu sich gerufen und im Herzen so sehr verändert, dass er zu der Gnade Gottes, die ihn zum Heil führt, nicht nein sagen kann.

D.h. gemäß der Lehre der Calvinisten lässt Gott nicht dem Menschen die freie Wahl, ob er zu Gott umkehren will, sondern er zieht ihn unausweichlich zu sich. Und Gott macht das mit jedem, den er dazu vorherbestimmt hat. Die übrigen werden nicht unwiderstehlich zum Heil gezogen.

Nach der Calvinistischen Sicht werden in der Ewigkeit im Himmel und in der Hölle nicht lauter Freiwillige dort sein, sondern Gott zieht nur bestimmte Auserwählte in den Himmel, die anderen sind nicht dafür bestimmt und können nicht den rettenden Glauben finden.

Ein Bruder, der in youtube in einem dreistündigen Stream für die calvinistische Seite argumentiert, führt als Argument für die calvinistische Sicht u.a. folgende Bibelstelle an:

Johannes 12,37–40 Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, das er gesprochen hat: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?« Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederum gesprochen: »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.

Damit möchte er zeigen, dass Gott es ist, der bestimmt, ob sich ein Mensch bekehren kann oder nicht. Wenn Gott bestimmten Menschen die Augen verblendet und das Herz verhärtet, dann gehören diese nicht zu Auserwählten und sie können sich dann nicht bekehren und sie entwickeln auch nicht den Willen dafür.

Dieser Vers für sich betrachtet, scheint diese Annahme tatsächlich zu bestätigen. Damit wir die Bedeutung des Verses voll erfassen können, müssen wir jedoch den gesamten Kontext beachten. Betrachten wir daher das Kapitel Johannes 12 die Verse 37-48 im Sinnzusammenhang und ich werde diesen Abschnitt Vers für Vers auslegen.

Betrachten wir Johannes 12,37-48 im Kontext

Joh. 12,37 Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn;

Der Herr Jesus kam als Mensch, als ein Jude auf die Erde und lebte und lehrte unter seinem Volk, dem Volk Israel.

Alle, Juden, die damals gelebt haben, konnten ihn beobachten und von ihm hören, doch die meisten Israeliten wollten nicht an ihn glauben (Joh. 1,11 “die Seinen nahmen ihn nicht auf) Sie wollten sich wahrhaben, dass Jesus der im AT angekündigte Messias und Sohn Gottes ist.

Nur ein Teil der Menschen aus dem Volk Israel nahm ihn im Glauben auf (Joh. 1,12 “allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben)

Joh. 12,38-41 damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, das er gesprochen hat: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?« Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederum gesprochen: »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile«. Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete.

Gott ist allwissend und steht über der Zeit. Er weiß alles vorher, daher hat er durch den Propheten Jesaja vorhergesagt, dass die meisten Israeliten nicht an Jesus glauben werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass er deren Unglauben vorherbestimmt hat.

Es gibt in der Bibel mehrere Beispiele, wo Gott Menschen, die sich beharrlich für den Unglauben und gegen Gott entschieden, verstockt oder im Herzen verhärtet hat. Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er will, dass wir ihn lieben und ihm gehorchen. Und er verdient es, dass wir allein ihn ehren, denn er ist der einzige, der wahre Gott.

Weigert sich der Mensch, Gott zu ehren, so reagiert Gott ganz berechtigt mit einem gerechten Zorn. Ab einem gewissen Punkt kann er den Menschen, der seinem Ruf fortwährend widerstanden hat verstocken.

Diese Verhärtung und Verblendung der Menschen durch Gott bedeutet nicht, dass Jesus nur für die Auserwählten gestorben ist und dass das Heilsangebot Gottes nur für die von Gott dazu Auserwählten gilt. Sondern es ist die Folge beharrlichen Unglaubens des Menschen.

Joh 12,42-43 Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden. Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes.

Hier lesen wir von Juden, die an Jesus, also dem Messias glaubten. Selbst von den Obersten der Juden waren Menschen zum Glauben gekommen. Allerdings behielten sie ihren Glauben aus Menschenfurcht für sich. Sie wollten sich nicht der Beschimpfung, Verachtung und Verfolgung der jüdischen Elite aussetzen.

Joh 12,44-45 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.

JEDER, der an Jesus glaubt, (bzw. das Opfer Jesu von Golgatha für sich als Sühnung der Schuld annimmt), findet (in Jesus) zu Gott dem Vater (bzw. zum drei-einen Gott), kommt zur Wahrheit und zur Rettung. Gottes Wort schließt niemand von vornherein vom Heil aus. Wir wissen, dass Gott die Rettung aller Menschen ausdrücklich will 1. Tim 2,4 und dass er nicht möchte, dass irgendjemand verloren geht, sondern dass alle Menschen Raum zur Buße haben. 2. Petr. 3,9

Dass jeder Mensch zur Umkehr eingeladen ist und dass Gott jedem Menschen das ewige Heil schenken möchte, finden wir auch in zahlreichen anderen Versen, wie z.B.

Joh 3,16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Joh 5,24 [Jesus:] Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.

Jeder kann also Gott suchen und jeder Mensch kann zum Heil gelangen. Die Menschen sind weder zum Himmel noch zur Hölle vorherbestimmt. Jeder kann wählen, wo er hin möchte. Verstockt oder verblendet wird ein Mensch erst dann, wenn er sich zu lange oder endgültig gegen den Glauben, gegen die Buße zum Heil entschieden hat.

Joh 12,47-48 Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.

D. h., alle jene Menschen, die sich gegen den Glauben an Jesus entscheiden, bleiben unter dem Zorn Gottes. Seit dem Sündenfall stehen alle Menschen unter dem Fluch der Sünde. Alle Menschen, die nicht an Jesus glauben wollen, werden ins Gericht Gottes gestellt werden und dort nach ihren Werken gerichtet werden. Sie sind für ihren Unglauben verantwortlich.

Sie gehen nicht verloren, weil Gott sie nicht auserwählt hat und sie nicht unwiderstehlich zu sich gezogen hat, sondern sie gehen wegen ihres Unglaubens aus eigener Entscheidung ewig verloren.

Jeder Mensch aber Gott finden will und schließlich an den Herrn Jesus glaubt, wer bereit ist anzuerkennen, dass Jesus für unsere Sünden am Kreuz den Preis bezahlt hat, der erhält die völlige Sündenvergebung und das ewige Leben von Gott als Geschenk.

Es ist also nicht die Bestimmung Gottes, ob ein Mensch in den Himmel kommt, sondern es ist die Wahl des Menschen, ob er das Geschenk des Heils, das uns Gott in Jesus Christus anbietet, annehmen will oder nicht.

Fazit
  • Es ist nicht Gott, der den Unglauben der Menschen vorherbestimmt hat!
  • Jeder, der an Jesus glaubt, bekommt das ewige Leben geschenkt!
  • Die Gnade Gottes ist ein Angebot an alle Menschen! sie ist ein Geschenk, das jeder, der es will annehmen kann.
  • Jeder einzelne Mensch ist dafür verantwortlich, ob er die Gnade Gottes annehmen will oder nicht.
  • Die Lehre von der unwiderstehlichen Gnade finden wir in der Bibel nicht!
  • Es gibt viele Menschen, die das Heilsangebot ausschlagen, weil sie es nicht annehmen wollen.
Lieber calvinistischer Freund,

gehörst du zu den Geretteten, zu denen, die die ewige Herrlichkeit im Reich Gottes, in Jesus Christus erben werden?

Möchtest du, dass alle deine Freunde und Verwandte auch zum rettenden Glauben kommen?

Gott, der Herr möchte das auch.

Aber er bestimmt sie nicht zum Glauben oder zum Unglauben, sondern er bietet ihnen allen das Heil (in Jesus Christus) an.

Sie können die Gnade annehmen oder sie ablehnen.

Betest du beständig für deine ungläubigen Verwandten und Mitmenschen, dass sie zum Heil finden?

Bleibe bei der gesunden Lehre des Wortes Gottes und lies die Bibel immer wieder im Gesamtzusammenhang!

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